Industrie 4.0 CheckUp Industrie-4.0-Tauglichkeit von Unternehmen testen

Nicht jedes Vorhaben zur Nutzung von 4.0-Technologien ist zielführend und wirtschaftlich. Das Fraunhofer IFF hat einen branchenunabhängigen Industrie-4.0-CheckUp entwickelt, der Digitalisierungspotenziale von Unternehmen analysiert.

Bei der Einführung von Industrie- oder Logistik 4.0 gilt es wohlüberlegt zu handeln. Unternehmen müssen ihre individuelle Situation exakt prüfen und die Digitalisierung präzise planen. Doch das ist nicht einfach. Die Gefahr von Fehlinvestitionen ist hoch.

»Neben der sukzessiven Entwicklung und Integration von 4.0-Technologien in die Unternehmenswelt müssen wir auch lernen, an welcher Stelle ihr Einsatz tatsächlich wertschöpfend ist und wo vielleicht nicht«, sagt Professor Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. Er mahnt: »Die Digitalisierung der Produktions- und Logistikwelt ist die Zukunft. Aber der Beratungsbedarf der Unternehmen ist enorm. Denn es gibt keine 4.0-Lösungen von der Stange, sondern stets individuelle Lösungen.«

Der CheckUp auf Basis eines Reifegradmodells macht schrittweise deutlich, auf welcher Stufe von Industrie 4.0 sich ein Unternehmen befindet. Unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen Rahmenbedingungen der Unternehmen können die einzelnen Schritte geplant und die Auswirkungen von Maßnahmen auf bestimmte Prozesse simuliert werden. »Am Ende steht das Ziel einer möglichst prozessübergreifenden Digitalisierung und Vernetzung, die auch die Unternehmenspartner mit einbezieht«, so Schenk. »Die Höhe der Wertschöpfung steigt mit der Verknüpfung der allerorts zunehmenden und vielfältigen Insellösungen zu einer produktiven, durchgängigen digitalen Infrastruktur«, unterstreicht der Logistikexperte.