Predictive Maintenance Geplante Wartung statt überraschender Stillstand

Herzstück der Maschinendiagnostik ist ein spezielles Gateway.

Fällt in einer Fertigungsanlage ein Motor oder Lüfter aus, steht die Anlage ungeplant still. in.hub schafft Abhilfe mithilfe einer Maschinendiagnostik in Form eines vernetzten Gateways. Erhältlich ist das Produkt beim Vertriebspartner Conrad Electronic.

Predictive Maintenance ermöglicht es, sich anbahnende Verschleißerscheinungen und Ausfälle auf Komponentenebene frühzeitig zu erkennen. So kann der Betreiber den Zeitpunkt einer Wartungsmaßnahme planen und eine Reparatur auf einen geeigneten Zeitpunkt legen – er kann agieren, anstatt reagieren zu müssen.

Zur Implementierung eines Predictive-Maintenance-Konzepts bedarf es mehrerer Komponenten. Kernstück ist das Gateway HUB-GM100 von in.hub. Über Standardschnittstellen zu den Maschinen sowie ergänzende Sensoren an den kritischen Komponenten (Antriebswellen, Kugel- und Wälzlager, Getriebe) überwacht das Gateway kontinuierlich Betriebsparameter wie Drehzahl, Lagertemperatur oder Vibrationen. Die statistische Auswertung dieser Daten ermöglicht es Nutzern, frühzeitig zu erkennen, wenn sich beispielsweise ein Lagerschaden ankündigt: Die Welle beginnt, unruhig zu laufen, es treten unregelmäßige, aber in der Amplitude zunehmende Unwuchten und Vibrationen auf, die zunehmende Reibung lässt die Lagertemperatur ansteigen.

Per Software lassen sich Langfristverläufe dieser Parameter anzeigen, Anwender können Schwellen für kritische Werte definieren. Dabei erkennt das System charakteristische Signale für eine sich anbahnende Problemsituation und kann zufällige statistische Ausreißer von signifikanten Abweichungen unterscheiden. Je nach der jeweiligen Umgebung gibt die Software dann eine Warn- oder eine Alarmmeldung an das Bedienpersonal aus. Vor allem erlaubt diese Methode eine Abschätzung, wie lange die jeweils überwachte Antriebskomponente ihren Dienst noch ohne Ausfall versehen kann. Innerhalb der verbleibenden Zeit sollte es dann möglich sein, eine geplante Wartung durchzuführen und erforderlichenfalls das Bauelement auszutauschen.

Die Konnektivität des HUB-GM100 ermöglicht Verbindungen zur Unternehmens-IT oder in die Cloud. So können übergeordnete Systeme für das Prozessdatenmanagement, Enterprise-Resource-Planning (ERP) oder SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition) eingebunden werden, ebenso wie spezifische Expertensysteme des Maschinenherstellers zur Fehleranalyse. Sogar die Ersatzteilversorgung und nötigenfalls die Anforderung von Service-Fachkräften lassen sich auf diese Weise automatisieren. Überraschende und daher ungeplante Ausfälle kommen nicht mehr vor, Anwender können Wartungen flexibel planen und damit auch ihre Betriebskosten optimieren.

Der in Chemnitz ansässige Systemintegrator, Automatisierungsspezialist und Hersteller des HUB-GM100 bietet neben Hard- und Software auch kundenspezifische Beratung und Support direkt aus Deutschland.