Vom Fertiger zum Entwickler Foxconn will Technologie für Elektrofahrzeuge bereitstellen

Terry Gou tritt als CEO von Foxconn zurück, um sich dem Wahlkampf um das Präsidentenamt in Taiwan als Kandidat der Kuomintang zu widmen.
Foxconn Zentrale

Foxconn, einst weltgrößtes Elektronikfertigungsunternehmen, will sich als Technologie-Dienstleister positionieren. Im Fokus stehen u. a. Elektrofahrzeuge.

Gleichzeitig wolle Foxconn die Entwicklung von Kerntechnologien wie KI, Halbleiter und 5G/6G-Mobilkommunikation stärken, so der Vorsitzende Young Liu.

Liu stellte aber auch klar, dass Foxconn selbst nicht in die Elektrofahrzeug-Produktion einsteigen wird, sondern eine Plattform bereitstellen will, um verschiedene Module einschließlich Chassis bereitzustellen, so dass Kunden die kompletten E-Fahrzeuge bauen können.

Foxconn fertigt längst nicht mehr nur Elektronik, sondern ist auch auf Chipebene aktiv.  In den nächsten 3-5 Jahren, so Liu, werde sich die Halbleiterentwicklung von Foxconn stärker auf 3D-Packaging, PLP (Panel Level Packaging) und SiP-Prozesse konzentrieren. Das Unternehmen wird außerdem intensiv mit der Integration von 8K-TV-SoCs beschäftigen und den Markt für Chiplets mit einem Stückpreis von unter 2 US-Dollar erschließen, einschließlich solcher für Power Management, LCD-Panel-Treiber und Minicontroller.

Was die 5G-Technologien anbelangt, so verriet Liu, dass sein Unternehmen die Geschäftsmöglichkeiten für verschiedene Mehrwertdienste, einschließlich 5G-basiertem Smart Living und anderen kommerziellen Privatanwendungen, erkunden wird, zusätzlich zu den Möglichkeiten, die sich aus der 5G-Netzwerkinfrastruktur und den Geräten ergeben.

Liu sagte, er sei optimistisch, was die zukünftige Entwicklung von tragbaren Geräten angeht, und Foxconn werde sich 2020 in die Entwicklung und Produktion von AR-Brillen wagen, wobei diese Geräte bereits in den neuesten Produkt-Roadmaps des Unternehmens enthalten sind.