Ausverkauf bei Sharp? Foxconn soll angeblich zwei Sharp-Fabriken kaufen

Laut einem Bericht des Wall Street Journals will der Sharp Konzern zwei seiner TV-Fabriken in China und Mexiko an Foxconn bzw. an Sharp Display Products verkaufen. Letzteres ist ein Joint Venture in dem ebenfalls Foxconn die Hände mit im Spiel hat. Droht Sharp nach der schlechten Quartalsbilanz der Ausverkauf?

Bei Sharp jagt eine Hiobsbotschaft die nächste: Erneut schlechte Quartalszahlen ließen den Aktienkurs Anfang August in den Keller fallen, dann kam die Ankündigung, bis März 2013 5000 Stellen streichen zu wollen. Vor kurzem erklärte dann Foxconn-Chef Terry Gou, den im März geschlossenen Deal, wonach sich Foxconn mit knapp 10 Prozent an Sharp beteiligen will, aufgrund der schlechten Zahlen von Sharp nachverhandeln zu wollen. Und jetzt machen Gerüchte die Runde, wonach Sharp zwei seiner TV-Fabriken veräußern möchte. Insgesamt sind 3000 Mitarbeiter in den beiden Fabriken beschäftigt. Was mit den Arbeitsplätzen passiert, sollte Sharp wirklich verkaufen, ist unklar. 

Zwar besitzt Sharp mit der G10 Fabrik in Sakai immer noch eine der modernsten High-Tech-Produktionen für Displays, aber angesichts der maroden Situation des Elektronikkonzerns ist es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Investior Terry Gou auch an das Tafelsilber des Konzerns heranmacht.