iSuppli prognostiziert: Fertigung mobiler PCs wird zum lukrativen Geschäft für EMS

Weltweite Verteilung der Herstellung mobiler PCs zwischen EMS, ODM und OEM

Bislang galt die Fertigung mobiler PCs als Domäne der ODM-Firmen (ODM: Original Design Manufacturer), die neben der Fertigung auch die Entwicklung der Geräte übernehmen. Laut iSuppli werden sich künftig aber auch die EMS-Firmen (EMS: Fertigung ohne die Dienstleistung der kompletten Geräte-Entwicklung) zunehmend in diesem lukrativen Fertigungsgeschäft positionieren können.

Jeffrey Wu, Senior Analyst für EMS & ODM bei iSuppli prognostiziert, dass der Anteil der EMS-Fertigung mobiler PCs von 3,4 Prozent im Jahr 2009 auf 8,7 Prozent in 2014 steigen wird. Das ODM-Geschäft hingegen wird sich laut isuppli über die nächsten Jahre bei etwa 84,5 Prozent einpendeln. Hinzu kommt, dass die Trennung zwischen ODM und EMS immer mehr verwischt. Der EMS-Industrie ist es in den letzten beiden Jahren zunehmend gelungen, ihr Image vom reinen Leiterplatten-Bestücker zum Dienstleister mit umfassendem Service-Angebot – beispielsweise Engineering, Logistik und After Sales - zu wandeln. Auch die Entwicklung von Geräten zählt mittlerweile zu den Kompetenzen einiger EMS-Firmen. Ihre Aufträge werden die EMS-Firmen wohl aber nicht von den ODMs abziehen, sondern vor allem aus den In-house Fertigungen der PC-Hersteller wie HP und Dell, die damit noch weiter abnehmen wird. Bis zum Jahr 2014 werden nach Meinung von isuppli nur noch 6,9 Prozent der mobilen PCs in den Fertigungsstätten der OEMs hergestellt werden.