LPKF Erste LED auf MID-Basis

: LPKF stellte auf der electronica das erste LED-Array auf einem LDS-Kunststoffsubstrat vor.
: LPKF stellte auf der electronica das erste LED-Array auf einem LDS-Kunststoffsubstrat vor.

War bis vor kurzem die Laser Direct Strukturierung (LDS) von Kunststoffbauteilen (MID: Molded Interconnect Devices) in großen Volumen nur bei Antennen zu finden, so steht sie jetzt auch im LED-Segment vor dem großen Durchbruch: LPKF stellte auf der electronica das erste LED-Array auf einem LDS-Kunststoffsubstrat vor.

Die patentierte Technik für die Laserdirektstrukturierung kommt von LPKF, entwickelt wurde das System in Frankreich von Home Lights und gefertigt wird in China. Zu kaufen gibt es die LED-Modul demnächst unter dem Markennamen Clip´n Slide in Baufachmärkten für etwa 25 Euro pro Stück.     

Für die Stromzufuhr sorgt ein Schienensystem aus Alu auf dem die aufgeschweißt sind. Die Schiene leitet gleichzeitig die Wärme der LED ab. Das System ist modular und kann je nach Länge der Schiene fünf bis 10 LED-Module aufnehmen. Die Module haben einen Durchmesser von etwa 4 Zentimetern.

Dr. Ingo Bretthauer, CEO von LPKF bezeichnet diese Entwicklung als richtungsweisend: „Denn damit haben wir unter Beweis gestellt, dass die LDS-Technik über die Antennenstrukturierung hinaus noch weit mehr Potenzial hat.“ Das LED-Modul gibt es derzeit in blau und weiß. Worin liegen nun die Vorteile der LDS-Technik im Vergleich zur Leiterplatte? „Die Entwickler und Lichtdesigner haben hier deutlich mehr Freiheitsgrade beim Design, was ja besonders in der Lighting-Welt ein entscheidendes Kriterium ist“, betont Nils Heininger, Vice President Cutting &Strukturierung von LPKF. Künftig könnte diese Art der LED-Technik auch für die Automobilindustrie interessant werden, glauben die Verantwortlichen von LPKF.