Umsetzer von Ideen und Innovationen EMS – gefragter denn je!

Die Supply-Chain ist unwägbarer als je zuvor und stellt OEMs vor enorme Herausforderungen. Unweigerlich stellt sich die Frage nach den richtigen Partnern, die die Dynamik der Supply-Chain abfedern – und die Antwort liegt auf der Hand.

Das Jahr 2018: Von einem Supercycle über die nächsten zehn Jahre war die Rede, Material-Allokation entpuppte sich zum Drohwort der Branche. Brexit, Handelskrieg zwischen China und den USA wie auch die Machtgebärden zwischen dem Iran und den USA sind Rahmenbedingungen des Marktes, welche fast täglich eine neue Wendung nehmen. Wahlkampf mit Tendenzen zum Rechtsrutsch, europaweit und ebenso in den USA, verunsichern die Grundsätze der global vernetzten Handelszonen.

2019: Stagnierende Märkte, sinkende Einkaufs­indizes, sogar das Wort Rezession wird herumgereicht; der angekündigte Supercycle wurde schlagartig eingebremst. Unsicherheiten an allen Ecken und Enden beeinflussen die Märkte. Üblicherweise führt dies zu Investitionsblockaden mit konsequentem Nachfragerückgang. Dieser wohlbekannte Effekt holt die Märkte alle paar Jahre mit eindrücklichem Verlass neu ein und irgendwie schafft es die Konjunktur trotzdem, sich laufend neu wieder gestärkt zu entfalten.

Die Fragen, die sich ein Inverkehrbringer von Produkten – kurz OEM – heute stellen muss, sind mannigfaltig. Das bislang bewährte Prinzip von schnellsten Durchlaufzeiten, höchster Qualität und niedrigsten Kosten wird täglich durcheinandergewirbelt und erlebt eine nie dagewesene Dynamik entlang der globalen Supply-Chain. Betrachten wir die Optimierungspotenziale und Kernelemente entlang einer End-to-End-optimierten Kette.

Der Einfluss der Konjunktur

Die Herausforderung der Preiselastizität, ausgelöst durch Situationen von allokationsähnlicher Verfügbarkeit bis hin zu Überhangmaterial, stellt die Bill of Material kontinuierlich auf den Kopf und macht Kalkulationen, welche Lagerbestände berücksichtigen müssen, träge und nicht tagesaktuell. Die nach Lean-Prinzipien gestalteten Materialversorgungen werden durch Sicherheitseinkäufe übersteuert und führen zu höheren Realkosten, welche wiederum die Wettbewerbsfähigkeit trotz Materialverfügbarkeit zwangsläufig einschränken. Fit ist, wer kein Lager hat und trotzdem liefern kann – sollte man zumindest meinen. Die Realität zeigt ein deutlich anderes Bild. Die unerwarteten, unverhofften Scheinzyklen treten seit Jahrzehnten im unpassenden Moment ein und verunmöglichen die theoretisch überschaubaren Prozesslandschaften. Liefersicherheit wird teuer kapitalisiert, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.