Bilanz 2018 von Schweizer Electronic Die Standard-Leiterplatte auf dem absteigenden Ast

Die Schweizer Gruppe hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatzwachstum von 3,7 Prozent abgeschlossen. Unter anderem die Autombilindustrie beeinflusste das Ergebnis deutlich.

Das Bruttoergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 18,6 Mio. Euro (2017: 19,0 Mio. Euro). Folglich reduzierte sich die Bruttomarge auf 14,8 Prozent. Wesentliche Gründe für den Rückgang waren der stark steigende Anteil der Handelswaren um 117 Prozent auf 24,5 Mio. Euro bei einem gleichzeitigen Rückgang der Eigenproduktion um 8 Prozent auf 100,8 Mio. Euro. Bei der Eigenproduktion belastete insbesondere eine schwächere Auslastung die Profitabilität im vierten Quartal. Die Auftragsbestände summierten sich zum Ende des Berichtsjahres auf 171,2 Mio. Euro (2017: 181,5 Mio. Euro). Von diesem Auftragsbestand stehen rund 108 Mio. Euro für die Auslieferung im Jahr 2019 an.

Der Umsatz von Schweizer mit Kunden aus der Automobilbranche erreichte mit einem Wachstum von 4,9 Prozent auf 87,9 Mio. Euro in 2018 einen Höchstwert, der von einer hohen Dynamik im ersten Halbjahr getragen war, bevor sich ab dem Spätsommer 2018 die Stimmung im Automobilsektor merklich eintrübte. Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Einführung des neuen Abgasprüfverfahrens WLTP im September 2018 sowie die scharfen Umsatzrückgänge bei Dieselfahrzeugen aufgrund der Konkretisierung von Dieselfahrverboten in manchen Innenstädten und der überraschende Rückgang der Verkaufszahlen im weltweit größten Automobilmarkt China.

Erfreulich verlief das Geschäft mit den Kunden der Industrieelektronik. Detektion, Sensorik und Anlagensteuerungen sind typische Anwendungsgebiete dieser Kundengruppe. Der Umsatz belief sich in diesem Segment auf 30,5 Mio. Euro, was einem Anstieg von 8,2 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht.

Somit repräsentierten die Industriekunden 24,3 Prozent des Konzernumsatzes.
Der Exportanteil stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 40,2 Prozent auf 44,3 Prozent, wobei Deutschland mit Abstand wichtigste Absatzregion blieb. Trotz eines leichten Rückgangs betrug der Umsatz in Deutschland 69,8 Mio. Euro (2017: 72,3 Mio. Euro), was einem Anteil von 55,7 Prozent am Konzernumsatz entspricht. Der Rückgang in Deutschland wurde durch den Anstieg in Europa um 7,2 Mio. Euro auf 35,6 Mio. Euro überkompensiert, insgesamt stieg der Umsatzanteil aus Europa
inkl. Deutschland auf 84,1 Prozent. In der Region Asien war der Umsatz mit 9,4 Mio. Euro und in Amerika mit 10,1 Mio. Euro nahezu konstant.