SMT-Maschinen: Vertrieb und Software-Integration sind entscheidend Die Maschine alleine zählt nicht mehr

Klaus Bronner, Asys: »Wir produzieren mehr und mehr maßgeschneiderte Systeme, das reine Serienprodukt ist die Ausnahme.«

Die Fertigungsausrüster Asys, DEK, Siplace und Viscom setzen nicht nur auf die Wachstumsmärkte in Asien, sondern sehen weiterhin auch gute Chancen für die Elektronikfertigung in Europa. Damit wachsen aber auch die Anforderungen an die Fertigungsausrüster – nicht nur in punkto Maschinentechnik, sondern auch bei der Software-Integration und im Vertrieb.

Nicht Volumen im sechs oder siebenstelligen Stückzahlenbereich, sondern Low-Volume/High-Mix-Serien in Logrößen von 1 bis zu einigen hundert oder tausend Stück, das ist in Europa der »Standard« bei der Elektronikfertigung. Um solche Serien möglichst kostengünstig und damit wettbewerbsfähig in Europa fertigen zu können, brauchen die Elektronikfertiger – sowohl EMS als auch OEMs - Produktionsmethoden die prinzipiell auf die Losgröße 1 abzielen und effiziente Produktwechsel- und Rüststrategien verfolgen. »Die Elektronikfertiger müssen versuchen, die SMT-Fertigungsprozesse noch besser mit ihren Kunden abzusprechen – sich beispielsweise enger in deren Logistik- und Fertigungsprozesse einbinden«, meint Günter Lauber, CEO von Siplace.

Einfach nur Serie ist nicht mehr gefragt

Die Produktionssysteme der Elektronikfertiger werden damit zwangsläufig individueller. Eine Entwicklung, die die Hersteller von Fertigungsequipment längst spüren: »Wir produzieren mehr und mehr maßgeschneiderte Systeme, das reine Serienprodukt ist die Ausnahme. Wir bilden praktisch jede beauftragte Maschine als Einzelprojekt in der Organisation und unseren Systemen ab, um die Vielfalt der Sonderausstattungen transparent mitführen zu können – sonst wird Service unmöglich«, schildert Klaus Bronner, General Manager OEM Products bei Asys Automatisierungssysteme. DEK und Siplace antworten auf diesen Trend mit modularen Ansätzen, die einen günstigen Einstieg und Erweiterungsmöglichkeiten bei der Leistung und der Vielfalt an Funktionen bieten. »Mit den neuen Siplace SX Bestückautomaten haben wir diese Skalierbarkeit konsequent umgesetzt«, betont Lauber. Stefan Techau, General Manager Western/Central Europe bei DEK ergänzt: »Unsere Antwort auf die steigenden Ansprüche der Kunden sind modulare Produkte bei denen sich die Transportsysteme, Kamera- und Inspektionstechniken, Druck- und Datenübernahmeoptionen je nach Anforderungen konfigurieren lassen, ergänzt durch eine 24/7-Supportorganisation.«