Neue Verfahrenstechnik von OptiMel Dichte Metall-Vergüsse im Low Pressure Moulding

Spezielles modulares Verguss-Werkzeug für den Low-Pressure-Moulding-Prozess mit integrierter Induktion.
Spezielles modulares Verguss-Werkzeug für den Low-Pressure-Moulding-Prozess mit integrierter Induktion.

Das Unternehmen OptiMel Schmelzgußtechnik hat ein System entwickelt, das durch integrierte Induktion in Low-Pressure-Moulding-Maschinen dichte Metall-Kunststoffverbindungen erzeugt. Damit ist eine direkte Metallhaftung im Verfahren möglich. 

OptiMel erweitert sein Angebot an Standard- und kundenspezifischen Systemen für Low Pressure Moulding (Niederdruckverguss; kurz: LPM) um eine – laut Unternehmensangabe – weltweit neuartige Verfahrenstechnik. Das in Iserlohn ansässige Unternehmen hat eine Lösung konstruiert, die ein Induktions-Equipment in eine LPM-Maschine integriert und mit speziellen Verguss-Werkzeugen kombiniert. Das Ziel sind wasser- und luftdichte Verbindungen zwischen metallischem Bauteil und Kunststoff. Um an den Trennflächen Haftungsbrücken zu generieren, wird ein projektspezifischer Induktor in das Vergusswerkzeug integriert, der den Einleger erwärmt. Dieses gezielte induktive Erwärmen in der LPM-Maschine reaktiviert die Trennebene zwischen Bauteil und Verguss und erzeugt Metallhaftung. Mit dieser neuen Technologie sind erstmals dichte Metall-Kunststoffverbindungen in einem Produktionsschritt möglich.

Davon profitieren sollen unterschiedliche Branchen, darunter Automobil-, Sensoren-, Leiterplatten- und Kabelhersteller.
Die Verbindung von Einspritzen und induktiver Reaktivierung in einem kombinierten Prozessschritt macht den LPM-Prozess erstmals auch für metallische Einleger effizient, günstig und qualitativ hochwertig. 

Vergleich zu herkömmlichen Verfahren

In üblichen LPM-Prozessen bauen die Vergussmaterialien keine ausreichenden Haftungsbrücken zu metallischen Einlegern auf, weil diese die Wärme zu schnell ableiten. Deshalb erwies sich das LPM-Verfahren für dichte Vergüsse auf metallischen Bauteilen bisher als ungeeignet. Um Kundenwünsche zu erfüllen, mussten Maschinenbauer in der Vergangenheit zusätzliche Produktionsschritte vornehmen, beispielsweise durch das vorherige Erwärmen der Einleger außerhalb des Vergusswerkzeuges.

OptiMel Schmelzgußtechnik auf der productronica: Halle A5, Stand 181