Ernst&Young/Eos Deutsche Unternehmen sind führend beim 3D-Druck

Andreas Müller, Ernst&Young
Andreas Müller, Ernst&Young: »3D-Druck ist wie gemacht für die innovative, deutsche Wirtschaft.«

Unternehmen in Deutschland sind führend bei der Anwendung von industriellem 3D-Druck: 37 Prozent nutzen die Technologie bereits, 12 Prozent planen die Anwendung. Die gute Adaption im Feld bestätigt auch der 3D-Druckmaschinen-Hersteller Eos.

Das ist das Ergebnis einer Ernst&Young Studie, die auf einer Befragung von 900 Unternehmen basiert, davon 200 in Deutschland.  

Teile für Autos oder Flugzeuge, Zahnkronen, Werkzeuge – diese und andere Produkte können mittlerweile schnell und kostengünstig am 3D-Drucker hergestellt werden. Führend bei der Anwendung sind deutsche Unternehmen: 37 Prozent nutzen 3D-Druck bereits, 12 Prozent planen die Anwendung. Damit sind deutsche Unternehmen deutlich weiter, als die anderer Industrienationen: In Südkorea und China nutzen bislang 24 Prozent der Unternehmen 3D-Druck, in den USA 16 Prozent – im Durchschnitt aller Befragten sind es 24 Prozent der Unternehmen.

Am weitesten ist die Plastik-Branche: 38 Prozent der Unternehmen über alle untersuchten Länder hinweg haben bereits Erfahrungen mit 3D-Druck gemacht – entwerfen damit also Prototypen, Werkzeuge oder Endprodukte beziehungsweise Teile von Endprodukten. Auch im Maschinen- und Anlagenbau spielt 3D-Druck bereits eine große Rolle: 29 Prozent arbeiten bereits mit oder testen 3D-Druck, ebenso bei Automotive und Aerospace Unternehmen.

Insgesamt werden somit geschätzt bereits 10 Milliarden Euro Umsatz weltweit mit 3D-Druck gemacht. Alleine die deutschen Unternehmen setzen bereits hochgerechnet knapp eine Milliarde Euro mit Produkten aus 3D-Druck um. Dabei ist der Anteil der generierten Umsätze im Verhältnis zum Gesamtumsatz hierzulande noch eher klein: die Unternehmen, die 3D-Druck anwenden, generieren damit 1,8 Prozent ihrer Umsätze. Zum Vergleich: In den USA liegt der Umsatzanteil bei über 5 Prozent, im Durchschnitt beträgt er 3 Prozent.

„3D-Druck ist wie gemacht für die innovative, deutsche Wirtschaft“, kommentiert Andreas Müller, Partner bei EY, die Ergebnisse. „Die Technologie erlaubt den Unternehmen die Herstellung kleiner Stückzahlen, kostengünstiger Prototypen und die Anwendung neuer Materialien. Der hohe Anteil der deutschen Unternehmen, die 3D-Druck bereits nutzen, zeigt: Die hiesige Wirtschaft ist neuen Technologien gegenüber offen.“

Güngör Kara, Director Global Application and Consulting bei Eos bestätigt die Entwicklung: „Als führender Anbieter im industriellen 3D-Druckbereich sehen wir einen eindeutigen Trend weg vom klassischen Prototypenbau hin zur industriellen Vorserien- und Serienfertigung. Und die Innovationsschübe erfolgen in immer kürzeren Abständen.“