Freihandelsabkommen EU und Japan Deutsche Maschinenbauer hoffen auf Zusatzgeschäft

Deutschland und Japan legen den Grundstein für gemeinsame Projekte in der Batterieforschung.

Japan galt lange als schwieriger Markt. Doch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan könnte den Export der deutschen Maschinenbauer weiter beflügeln.

“Die Annäherungen bei technischen Anforderungen im Marktzugang und die weitere Öffnung des öffentlichen Auftragswesens in Japan für ausländische Unternehmen begrüßen wir. Hier erhoffen wir uns als Maschinenbauindustrie insbesondere indirekte Impulse für unser zukünftiges Geschäft“, erläutert Ulrich Ackermann, Leiter VDMA Außenwirtschaft.

Japan ist für den Maschinenbau ein wichtiger Exportmarkt in Asien, der sich zurzeit erfreulich entwickelt. Nach einem positiven Jahr 2016 lieferte die deutsche Maschinenbauindustrie 2017 Güter im Wert von 2,6 Mrd. Euro nach Japan.

Dies entsprach einer Steigerung um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend hält weiter an. Im ersten Quartal stiegen die Exporte nach Japan im Vergleich zum Vorjahr erneut um 12 Prozent auf insgesamt 710 Mio. Euro. Nun erhoffen sich die Maschinenbauer weitere Impulse für ihre Geschäfte mit Japan.

„Erstmalig wurde in ein bilaterales Freihandelsabkommen der EU ein Kapitel zu klein- und mittelständischen Unternehmen (SMEs) aufgenommen, um deren Chancen auf dem japanischen Markt zu erhöhen. Ein wichtiges Zeichen, spiegelt es doch die Struktur der europäischen Investitionsgüterindustrie wider, erklärt Ackermann anlässlich der EU-Japan Gespräche in Tokyo. „Traditionell weist unsere Industrie ein Handelsdefizit mit Japan auf. Wir sind jedoch nach diesem Abschluss optimistisch, die derzeit bestehende Lücke schließen zu können“, so