productronica 2011: Die Fertigungsbranche zeigt sich selbstbewusst "Der Fertigungsmaschinenbau hat den Gipfel noch nicht erreicht!"

2011 präsentiert sich die Fertigungsbranche wieder selbstbewusst: Nach dem Einbruch, den die Fertiger und Maschinenbauer - und damit auch die productronica - im Jahr 2009 hinnehmen mussten, verbucht die weltgrößte Fertigungsmesse in diesem Jahr einen deutlichen Zuwachs an Ausstellern.

Über 1200 Aussteller aus 39 Ländern zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen. Das bedeutet ein rund 14-prozentiges Ausstellerwachstum gegenüber der productronica 2009. "Alle Key Player sind wieder mit dabei", freut sich Norbert Bargmann, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, auf der Hauptpressekonferenz am Eröffnungstag. Neben den Arrivierten sind in diesem Jahr aber auch 145 Neuaussteller vertreten – unter anderem: Festo, Grundig Business Systems, item Industrietechnik, Marantz Europe, Philips Innovation Services, SP, Varta und Yamaha. 

Insgesamt sieben Messehallen belegt die productronica in diesem Jahr und damit eine netto Ausstellungsfläche von 41.016 Quadratmetern. Der Auslandsanteil beträgt 13.000 Quadratmeter. Neben den Einzelständen gibt es dieses Jahr auch Länder-Gemeinschaftsstände aus Frankreich, Japan, Österreich, Rumänien und Ungarn.

Erstmals ist der VDMA Fachverband Productronic als ideeller Träger bei der productronica mit an Bord. Er organisiert unter anderem in enger Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und dem Fraunhoferinstitut IPT die Sonderschau "Batteriefertigung und Leistungselektronik": "Die Batterieproduktion ist ein neuer Treiber für den deutschen Fertigungsmaschinenbau", betont Rainer Kurtz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ersa, auf der productronica Hauptpressekonferenz. "Mittlerweile hat es auch der letzte verstanden, dass mit der Elektromobilität für uns ein Markt entstehen wird." Dementsprechend rückt die productronica die Batterie- und Energiespeicherfertigung als eines der vier Highlight-Themen in den Mittelpunkt und widmet dem Thema eine eigene Sonderschau "Batteriefertigung". Die weiteren drei Highlight-Themen sind Electronic Manufacturing Services (EMS), Effizientes Produktionsmanagement und Organic and Printed Electronics.

Die aktuelle Finanzmarktkrise und die rückläufigen Auftragserwartungen für 2012 spürt aber auch der Fertigungsmaschinenbau inzwischen. So beziffert Kurtz die Wachstumschancen für 2012 nur noch mit 4 Prozent. 2011 liegen die Erwartungen noch bei 14 Prozent. Aber, so Kurtz: "Wir erwarten in der Branche keinen Abschwung wie vor zwei Jahren." Er ist vielmehr davon überzeugt, dass es sich bei der aktuellen Abkühlung des Marktes nur um eine Verschnaufpause handelt. Denn, so Kurtz, "den Gipfel hat der Fertigungsmaschinenbau noch nicht erreicht. Wir sind überzeugt davon, dass wir mittel- und langfristig noch weiter wachsen werden.