Klebstoffe verbinden CFK und Titan Delo fördert Hyperloop-Team der TU München

WARR Hyperloop-Team mit dem Pod III.
WARR Hyperloop-Team mit dem Pod III.

Delo sponsert Klebstoffe für den Pod-Antrieb und unterstützt das Hyperloop-Team der TU München mit Beratungsleistungen und einem klebtechnischen Training.

WARR Hyperloop, eine studentische Arbeitsgruppe an der Technischen Universität München, beteiligt sich am Hyperloop-Wettbewerb von SpaceX, hinter dem Tesla-Chef Elon Musk steht.
 
Bei dem neuen Pod, den WARR Hyperloop am 14. Juni in München vorgestellt hat, mussten silikatbeschichtete Titanplatten auf dem CFK-Monocoque – dem einteiligen Fahrgestell – befestigt werden. Die Titanplatten dienen zur Versteifung und der besseren Einleitung der Bremskräfte in die Struktur. Insbesondere CFK stellt klassische Fügetechniken wegen seiner Faserstruktur vor Herausforderungen. Das Kleben punktet bei dieser Anwendung vor allem damit, unterschiedliche Materialien verbinden zu können. Konkret findet der in der Automobilindustrie etablierte Klebstoff “DELO-DUOPOX AD840” Verwendung. Das zweikomponentige Epoxidharz hat Delo speziell für strukturelle Klebungen entwickelt.
 
Der neue Pod kommt beim dritten Hyperloop-Wettbewerb am 22. Juli in Kalifornien zum Einsatz. Aus den ersten beiden Wettbewerben, an denen hunderte andere Teams aus der ganzen Welt teilnahmen, ging das WARR Hyperloop-Team als Sieger hervor. Ihr zweiter Gewinner-Pod brachte lediglich 85 kg auf die Waage und erzielte dank eines selbst entwickelten Antriebssystems einen Geschwindigkeitsrekord für Hyperloop-Prototypen von 324 km/h.

Bei Hyperloop handelt es sich um ein rohrpostähnliches Transportkonzept für Hochgeschwindigkeitszüge. Indem in den Röhren fast Vakuum herrscht, sollen die Kapseln dank des geringeren Luftwiderstands Geschwindigkeiten von mehr als 1000 km/h erreichen. 2015 rief SpaceX einen internationalen Studentenwettbewerb ins Leben, mit dem die Hyperloop-Idee vorangetrieben werden soll.