70 Jahre Grundig Aus der Historienkiste: Das erste Radio für »Maker«

Heute ist die Maker-Kultur in aller Munde. Begründet wurde sie aber schon kurz nach dem 2. Weltkrieg: Mit der raffinierten Idee eines Bausatzes, dem Heinzelmann, ist das Traditionsunternehmen Grundig vor 70 Jahren groß geworden. Wir werfen einen Blick zurück.

Heute würde man Max Grundig wohl als typischen Start-Up Unternehmer bezeichnen: Er hat 1945 eine zündende Idee und erkennt sehr früh die Absatzchancen für Radios. So gründet er vor 70 Jahren das Unternehmen Grundig. Ein Jahr später leitet er die Produktion des Gerätebausatzes Heinzelmann ein und bringt damit das erste Grundig-Radio auf den Markt. Mit der Kennzeichnung als Spielgerät umgeht Grundig die damaligen Vorschriften der Alliierten, nach denen Radiogeräte strikt verboten waren, und bot den Menschen mit dem Heinzelmann eine Möglichkeit, sich trotz Verbot zu informieren und zu kommunizieren.

Wie sich das Radio seither entwickelt hat, zeigt unsere kleine Zeitreise vom Heinzelmann bis hin zum Digitalradio mit Bluetooth und NFC.

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Grundig anno dazumal bis heute

Mit einem Bausatz fing alles an.

Inzwischen werden die Grundig Radios allerdings nicht mehr in Deutschland gefertigt.

Seit 2007 ist die Grundig Intermedia GmbH ein Teil der türkischen Arçelik A.S., einem Unternehmen innerhalb der international tätigen, börsennotierten Koç-Gruppe. Grundig Intermedia beschäftigt in seinem Hauptquartier in Nürnberg noch rund 140 Mitarbeiter in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Produkt- und Qualitätsmanagement, Produktdesign und Service. Insgesamt arbeiten weltweit über 1600 Mitarbeiter in den Bereichen Produktion, Forschung & Entwicklung und Vertrieb für die Marke Grundig.