Weiterhin starke Nachfrage nach Leiterplatten AT&S treibt Kapazitätsausbau in Asien voran

Andreas Gerstenmayer
Andreas Gerstenmayer

»Die Konkurrenz in Asien schläft nicht und investiert nicht nur in billigen Kapazitätsausbau, sondern vermehrt auch in hochwertige HDI-Technologie«. Für den CEO von AT&S, Andreas Gerstenmayer, ist das mittelfristig eine Herausforderung für die Unternehmensgruppen, die derweil in Asien die Kapazitäten weiter erhöht.

Das gute Weihnachtsgeschäft im Smartphone- und im Tablet-Bereich sowie die starke Nachfrage seitens der Automobilzulieferindustrie bestätigen den weltweiten Wirtschaftsaufschwung. Davon profitieren auch die AT&S-Werke, die weiterhin eine sehr hohe Auslastung fahren. Das Unternehmen treibt den Kapazitätsausbau in China voran; erst im Oktober wurde die elfte neue, hochwertige HDI-Linie eröffnet.

»Weil die enorme Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten im Mobilfunksegment nach wie vor nicht vollständig bedient werden kann, läuft der weitere Kapazitätsausbau in Shanghai mit höchster Priorität«, kommentiert CEO Andreas Gerstenmayer.

Mittelfristig sieht Gerstenmayer die wachsende Konkurrenz in Asien auch bei hochwertigen Leiterplatten als eine Herausforderung, der man sich stellen muss. »Wir beschäftigen uns  gerade sehr eingehend mit diesen Entwicklungen und den strategischen Implikationen, die sich daraus für uns ergeben«. So schätzt Gerstenmayer die Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten weiterhin als stark ein und rechnet mit  jährlichen Wachstumsraten bis zu 10 Prozent in den nächsten 24 Monaten. »Wir evaluieren gerade verschiedene mögliche Standorte für ein neues Werk in Asien. Mit aussagekräftigen Ergebnissen unseres Expertenteams rechne ich in absehbarer Zeit«, sagt Gerstenmayer.

Ergebnisse für das 3. Quartal 2010/11 von AT&S

Insgesamt haben sich die ersten neun Monate wesentlich besser entwickelt als erwartet. Zwar sind die Nettoerlöse im Dezember auf Grund der Feiertage leicht rückläufig, dennoch liegen die kumulierten Umsätze mit rund 365 Millionen Umsatz klar über den internen Erwartungen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten neun Monate beläuft sich - bereinigt um außergewöhnliche Aufwendungen - auf 40,3 Mio. Euro, was einem Gewinn pro Aktie von rund 1,27 Euro entspricht. Erfreulich sei die weltweite Erholung bei den Autozulieferern und in der Industrie, was zu zusätzlichen Aufträgen in Indien und Österreich geführt hat.

Negativ wirken sich im Moment dagegen der weiterhin steigende Preisdruck bei den Rohstoffen und die noch immer hohe Verunsicherung auf den Währungsmärkten aus. Außerdem musste für den Abgang von Vorstand Steen Hansen eine Rückstellung in der Höhe von rund 1,9 Mio. Euro gebildet werden. Damit summieren sich die außergewöhnlichen Belastungen in den ersten neun Monaten auf rund 2,7 Mio. Euro.