Im Gespräch mit Stefan Fuchs von Conrad 3D-Druck verspricht »Ungeahnte Möglichkeiten«

Stefan Fuchs, Conrad

»Obwohl der 3D-Druck aktuell schon stark eingesetzt wird, ist er doch eine Zukunftstechnologie, 
die ihr volles Potenzial erst künftig voll entfalten wird.«
Stefan Fuchs, Conrad: »Obwohl der 3D-Druck aktuell schon stark eingesetzt wird, ist er doch eine Zukunftstechnologie, die ihr volles Potenzial erst künftig voll entfalten wird.«

»3D-Druck ist heute in aller Munde und wird noch ungeahnte Möglichkeiten bieten«, ist Stefan Fuchs überzeugt, General Manager Germany von Conrad Business Supplies. Was die Forschung und Entwicklung angeht, sieht Conrad in diesem Bereich nahezu unbegrenztes Potenzial.

Markt&Technik: Conrad hat sein 3D-Druck-Sortiment deutlich ausgebaut in den letzten zwölf Monaten. Welchen Stellenwert beziehungsweise welches Potenzial hat dieser Bereich für Conrad und vor allem für den Business-Supplies-Bereich?

Stefan Fuchs: Der 3D-Druck ist momentan ein absolutes Trend- und Innovationsthema. Er hat nun auch seine Stellung in der Industrie erobert und große Begeisterung und Aufregung ob seiner Möglichkeiten hervorgerufen. Weil Conrad Business Supplies für Innovationen steht und damit auch ein Vorreiter und Vordenker für innovative Trends in der Elek-tronik-industrie ist, hat dieses Thema bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Das belegt die große Produktpalette, die Conrad hierzu im Programm hat. Zusätzlich wurden auf diesem Gebiet eigene Entwicklungen im Conrad Technology Centrum (CTC) in Hirschau angestoßen. Ein Produkt hieraus ist zum Beispiel der renkforce 3D-Drucker RF1000.

Einige grundlegende Vorteile des 3D-Drucks gegenüber konkurrierenden Herstellungsverfahren führen zu einer zunehmenden Verbreitung dieser Technik auch in der Serienproduktion von Teilen. 3D-Druck eignet sich sowohl zur Fertigung einzelner Bauteile als auch für mittlere Stückzahlen. Gegenüber dem Spritzgussverfahren zum Beispiel hat das 3D-Drucken den Vorteil, dass das aufwendige Herstellen von Formen und das Formenwechseln entfallen. Eine weitere Stärke ist die Möglichkeit, komplexe Formen aufzubauen, die mit existierenden Maschinen schwer oder gar nicht herstellbar sind. Gegenüber allen Material abtragenden Verfahren – also subtraktive Verfahren – wie Schneiden, Bohren und Fräsen bietet sich zudem der Vorteil, dass mit dem additiven Verfahren der Materialverlust entfällt. Meist ist der Vorgang energetisch günstiger, weil das Material nur einmal in der benötigten Größe und Masse aufgebaut wird. 

Welche Bedeutung hat 3D-Druck Ihrer Ansicht nach für die Maker-Kultur und die Start-up-Szene, in der sich Conrad ja auch stark engagiert?

Der 3D-Druck wird sein volles Potenzial erst künftig voll entfalten. Weil der 3D-Druck sowohl in den privaten als auch den professionellen industriellen Bereich vordringt, wird er die Lebens- und Arbeitswelt enorm verändern. 

Weil es der 3D-Drucker ermöglicht, kleinste Stückzahlen schnell und einfach zu realisieren und unter realen Bedingungen zu testen, wird die Markteinführung neuer Produkte extrem beschleunigt. Dies bietet enorme Möglichkeiten für alle B2B-Kunden, angefangen bei der Einstiegsklientel der Maker-Szene und Start-ups, die naturgemäß immer an den neusten Ideen feilen, bis hin zu Großunternehmen, denen sich mit dieser neuen Technik auch neueste Optionen bieten. Ziel vieler Anhänger der Maker-Szene ist es, mit eigenen Mitteln ein technisches Problem zu lösen, ohne den Einsatz kostspieliger Speziallösungen. Ein typisches Beispiel dafür ist der Einsatz von 3D-Druckern, mit denen Ersatzteile für Geräte hergestellt werden. Auch durch diese stark wachsende Maker-Szene eröffnen sich dem 3D-Druck hervorragende Zukunftsperspektiven.

Das Angebot an 3D-Druckern ist sowieso schon vielfältig. Was hat Conrad dazu bewogen, mit einer Eigenmarke an den Markt zu gehen?

Die Ingenieure im Conrad Technology Centrum in Hirschau sind ständig „am Zahn der Zeit“ bezüglich neuesten Technologien und Entwicklungen. So war es nur ein kleiner Schritt zum selbst entwickelten 3D-Drucker renkforce RF1000, einem Profigerät zum Erstellen von realistischen Objekten, das neue Maßstäbe im Bereich der dreidimensionalen Modellerstellung setzt. Mit ihm können schnell, unkompliziert und mit geringem Aufwand präzise Prototypen, individuelle Musterexemplare oder auch Kunstobjekte gefertigt werden. Er kann die verschiedensten Materialen wie ABS, PLA, Nylon, Laywood und Laybrick verarbeiten Durch die Verwendung von hochwertigen Aluminium-/Stahl- und CNC-Teilen sowie robusten Industrie-Profilschienenführungen und Kugelgewindegetrieben sind höchste Präzision und Standzeit gewährleistet. Wahlweise kann der 3D-Drucker über eine USB-Schnittstelle direkt vom PC oder über einen eingebauten SD-Karten-Slot gesteuert werden. Durch das umfangreiche Know-how der Ingenieure und Techniker im CTC war es möglich, diesen 3D-Drucker zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu realisieren.

Welche Erweiterungen zum Thema sind in den nächsten Monaten geplant – wird beispielsweise die Eigenmarke weiter ausgebaut?

Zu den künftigen Entwicklungen möchte ich derzeit noch nicht allzu viel verraten, nur so viel: Die Eigenmarke renkforce wird selbstverständlich, wie auch die anderen starken B2B-Eigenmarken von Conrad Voltcraft, Toolcraft oder C-Control, ständig weiter ausgebaut. Und auch der renkforce 3D-Drucker wird technisch ständig weiterentwickelt. Ein Beispiel dafür ist die bereits erwähnte Erweiterbarkeit zu einer funktionalen Gravier-/Fräslösung, die nun auch ganz neu erhältlich ist.

 

 

Markt&Technik: Conrad hat sein 3D-Druck-Sortiment deutlich ausgebaut in 

den letzten zwölf Monaten. Welchen Stellenwert beziehungsweise welches Potenzial hat dieser Bereich für Conrad und vor allem für den Business-Supplies-Bereich?

Stefan Fuchs:  Der 3D-Druck ist momentan ein absolutes Trend- und Innovationsthema. Er hat nun auch seine Stellung in der Industrie erobert und große Begeisterung und Aufregung ob seiner Möglichkeiten hervorgerufen. Weil Conrad Business Supplies für Innovationen steht und damit auch ein Vorreiter und Vordenker für innovative Trends in der Elek-tronik-industrie ist, hat dieses Thema bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Das belegt die große Produktpalette, die Conrad hierzu im Programm hat. Zusätzlich wurden auf diesem Gebiet eigene Entwicklungen im Conrad Technology Centrum (CTC) in Hirschau angestoßen. Ein Produkt hieraus ist zum Beispiel der renkforce 3D-Drucker RF1000.

Einige grundlegende Vorteile des 3D-Drucks gegenüber konkurrierenden Herstellungsverfahren führen zu einer zunehmenden Verbreitung dieser Technik auch in der Serienproduktion von Teilen. 3D-Druck eignet sich sowohl zur Fertigung einzelner Bauteile als auch für mittlere Stückzahlen. Gegenüber dem Spritzgussverfahren zum Beispiel hat das 3D-Drucken den Vorteil, dass das aufwendige Herstellen von Formen und das Formenwechseln entfallen. Eine weitere Stärke ist die Möglichkeit, komplexe Formen aufzubauen, die mit existierenden Maschinen schwer oder gar nicht herstellbar sind. Gegenüber allen Material abtragenden Verfahren – also subtraktive Verfahren – wie Schneiden, Bohren und Fräsen bietet sich zudem der Vorteil, dass mit dem additiven Verfahren der Materialverlust entfällt. Meist ist der Vorgang energetisch günstiger, weil das Material nur einmal in der benötigten Größe und Masse aufgebaut wird. 

Welche Bedeutung hat 3D-Druck Ihrer Ansicht nach für die Maker-Kultur und die Start-up-Szene, in der sich Conrad ja auch stark engagiert? 

Der 3D-Druck wird sein volles Potenzial erst künftig voll entfalten. Weil der 3D-Druck sowohl in den privaten als auch den professionellen industriellen Bereich vordringt, wird er die Lebens- und Arbeitswelt enorm verändern. 

Weil es der 3D-Drucker ermöglicht, kleinste Stückzahlen schnell und einfach zu realisieren und unter realen Bedingungen zu testen, wird die Markteinführung neuer Produkte extrem beschleunigt. Dies bietet enorme Möglichkeiten für alle B2B-Kunden, angefangen bei der Einstiegsklientel der Maker-Szene und Start-ups, die naturgemäß immer an den neusten Ideen feilen, bis hin zu Großunternehmen, denen sich mit dieser neuen Technik auch neueste Optionen bieten. Ziel vieler Anhänger der Maker-Szene ist es, mit eigenen Mitteln ein technisches Problem zu lösen, ohne den Einsatz kostspieliger Speziallösungen. Ein typisches Beispiel dafür ist der Einsatz von 3D-Druckern, mit denen Ersatzteile für Geräte hergestellt werden. Auch durch diese stark wachsende Maker-Szene eröffnen sich dem 3D-Druck hervorragende Zukunftsperspektiven.

Das Angebot an 3D-Druckern ist sowieso schon vielfältig. Was hat Conrad dazu bewogen, mit einer Eigenmarke an den Markt zu gehen?

Die Ingenieure im Conrad Technology Centrum in Hirschau sind ständig „am Zahn der Zeit“ bezüglich neuesten Technologien und Entwicklungen. So war es nur ein kleiner Schritt zum selbst entwickelten 3D-Drucker renkforce RF1000, einem Profigerät zum Erstellen von realistischen Objekten, das neue Maßstäbe im Bereich der dreidimensionalen Modellerstellung setzt. Mit ihm können schnell, unkompliziert und mit geringem Aufwand präzise Prototypen, individuelle Musterexemplare oder auch Kunstobjekte gefertigt werden. Er kann die verschiedensten Materialen wie ABS, PLA, Nylon, Laywood und Laybrick verarbeiten Durch die Verwendung von hochwertigen Aluminium-/Stahl- und CNC-Teilen sowie robusten Industrie-Profilschienenführungen und Kugelgewindegetrieben sind höchste Präzision und Standzeit gewährleistet. Wahlweise kann der 3D-Drucker über eine USB-Schnittstelle direkt vom PC oder über einen eingebauten SD-Karten-Slot gesteuert werden. Durch das umfangreiche Know-how der Ingenieure und Techniker im CTC war es möglich, diesen 3D-Drucker zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu realisieren.

Welche Erweiterungen zum Thema sind in den nächsten Monaten geplant – wird beispielsweise die Eigenmarke weiter ausgebaut?

Zu den künftigen Entwicklungen möchte ich derzeit noch nicht allzu viel verraten, nur so viel: Die Eigenmarke renkforce wird selbstverständlich, wie auch die anderen starken B2B-Eigenmarken von Conrad Voltcraft, Toolcraft oder C-Control, ständig weiter ausgebaut. Und auch der renkforce 3D-Drucker wird technisch ständig weiterentwickelt. Ein Beispiel dafür ist die bereits erwähnte Erweiterbarkeit zu einer funktionalen Gravier-/Fräslösung, die nun auch ganz neu erhältlich ist.

Die Fragen stellte Karin Zühlke