Marktanalyse von IDC 3D-Druck bietet enorme Zuwachsraten

Lauf IDC soll der weltweite Umsatz im Bereich 3D-Druck im Jahr 2020 35,4 Mrd. Dollar betragen. Im Vergleich zur Prognose für dieses Jahr, die bei 15,9 Mrd. Dollar liegt, entspräche der 2020-Wert mehr als einer Verdoppelung.

Laut IDC liegt das jährliche Durchschnittswachstum (CAGR) zwischen 2015 und 2020 bei 24,1 Prozent. Auf 3D-Drucker und Materialien entfällt knapp die Hälfte des weltweiten Umsatzes, Software und dazugehörige Dienstleistungen sollen aber ebenfalls deutlich wachsen. Der Umsatz mit CAD-Software soll sich in der Fünfjahresperiode verdreifachen, das Gleiche wird für den Dienstleistungsmarkt für On-Demand-Teile prognostiziert.

Dieses Wachstum soll darauf basieren, dass 3D-Druck immer häufiger für Design-Prototypen aber auch für Produkte genutzt wird, die einen hohen Grad an Kundenspezifischer Anpassung benötigen. Denn die Kunden für 3D-Druck stehen unter dem Druck, ihre Fertigungszyklen und die Prototypenkosten verringern zu müssen, was weltweit zu einer Explosion von Herstellern von 3D-Druckern führen soll.

Der größte Anteil für das 3D-Drucken soll in diesem Jahr mit über 4 Mrd. Dollar auf den Automotive-Markt entfallen, die Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie kommt auf knapp 2,4 Mrd. Dollar. Laut IDC hat der 3D-Druck jetzt auch den Weg in die Zahntechnik gefunden.

Christopher Chute, Vice President Customer Insights and Analysis bei IDC, geht davon aus, dass die Kunden weg von Massenmarktdruckern hin zu holistischen Lösungen tendieren, die profitablere Use-Cases erlauben. Er hält den Markt für 3D-Drucker, Materialien und Dienstleistungen für bereits ausgereift, aber neue 3D-Druckmöglichkeiten sollen die nächste Welle an Innovationen treiben.