Potenzialvervielfachung Werkzeugloser Schnellanschluss trifft auf Steckbrücken

Der weiterentwickelte Käfigzugfederanschluss des „Han ES Press“ erlaubt eine unkomplizierte, zeitsparende und vibrationssichere Montage des Leiters – ohne Werkzeugeinsatz.

Brückenfunktionen waren im Steckverbinder bislang nur mithilfe spezieller Module oder aufwändiger Kabelverbindungen integrierbar – anders bei der Anschlusstechnik „Han Es Press“ von Harting.

Schnell installierbar und mühelos auszutauschen – diesen Anforderungen muss ein Steckverbinder genügen, der geeignet ist, die Flexibilität der modularen Fertigung zu erhöhen. Harting unterstützt diesen Ansatz mit der Anschlusstechnik „Han Es Press“ für die schnelle Verdrahtung. Der Kontakteinsatz bietet eine werkzeuglose Schnellanschlusstechnik, basierend auf einer Käfigzugfeder. Dabei erlaubt es die Konstruktion erstmals, dass Anwender auch Kontakte brücken können, indem sie die Steckbrücken einfach auf den Isolierkörper aufstecken.

»Die Besonderheit von Han Es Press ist, dass die Käfigzugfeder im Auslieferzustand bereits geöffnet ist, so dass der Leiter direkt und ohne Kraftaufwand eingeführt werden kann«, erklärt Tim Meerhoff, Produktmanager der Harting-Technologiegruppe. »Drückt der Monteur in der Montagefolge den Betätiger in die Kontaktkammer, springt die Käfigzugfeder in die Ausgangsposition zurück und fixiert das Leiterende, so dass der Leiter fest und elektrisch leitend mit dem Kontakt verbunden ist.« Laut dem Produktmanager werden dadurch – nebst hoher Benutzerfreundlichkeit – schnellere Anschlusszeiten in der Verdrahtung möglich. Die Demontage eines Leiters am Steckverbinder erfolgt, indem man den Schraubendreher in den Betätiger einführt und den Hebel mit geringer Kraft am Übergang zwischen den Isolierkörper ansetzt – dadurch öffnet sich der Betätiger, und die Käfigzugfeder gibt das Leiterende wieder frei.

Gleichzeitig ermöglicht der Steckverbinder das Brücken einzelner Kontakte zur Potenzialvervielfachung mittels Steckbrücken, wie es bei herkömmlichen Reihenklemmen der Fall ist, jetzt auch für die bewährte „Han E“-Produktfamilie von Harting. »Für Platz- und Zeitersparnis sorgen dabei unterschiedliche Längs- und Querbrücken – die neben der Potenzialvervielfachung, beispielsweise zum Anschluss von Sensoren, auch Stern- und Dreieckschaltungen für die Motorensteuerung ermöglichen«, führt Tim Meerhoff weiter aus.

Maximal lassen sich 12 Pole in Reihe brücken. Dank der kompakten Bauweise konnte bei dem Steckverbinder zur einfachen Fehlersuche im montierten Zustand zudem ein Messpunkt in die Öffnung der Steckbrücken integriert werden. Dieser liegt auf der Stromschiene im Steckverbinder und ist auch bei montierten Steckbrücken zugänglich. Somit können Verdrahtungsfehler und defekte Bauteile schneller selektiert werden.

»Der Han Es Press reduziert so den Verdrahtungsaufwand durch den schnellen und werkzeuglosen Einsatz von Steckbrücken«, bilanziert der Harting-Produktmanager. Durch gleiche Steckgesichter und technische Eigenschaften ist er kompatibel zu den weltweit eingesetzten Harting-Produkten: Han E, Han ES und Han ESS. Erhältlich ist der Anschluss in den Ausführungen 6, 10, 16 und 24 für die Gehäusegrößen Han 6 B, 10 B 16 B und 24 B. Die Stromtragfähigkeit liegt bei 16 A. Die eingesetzten Käfigzugfedern eignen sich für Querschnitte zwischen 0,14 mm2 und 2,5 mm2. Weil über die Leiter zur Kontaktierung keine Kraft ausgeübt werden muss, können sowohl Massiv- als auch Litzenleiter mit und ohne Aderendhülsen eingesetzt werden. Somit ist der Harting-Steckverbinder für alle gängigen Leitertypen und zur Feldverdrahtung einsatzbereit.