Auf dem Weg zur DC-Industrie Trend zu mehr Gleichstrom in der Produktion

Teil 2: Es sind noch viele Hürden zu nehmen

Diese Herausforderungen gilt es zu überwinden

Um sich diese Effekte zu Nutze machen zu können, steht die Industrie allerdings  vor mehreren Aufgaben. Maschinen und Anlagen müssen zum Teil neu entwickelt werden. Außerdem bedarf es der Umsetzung einer geeigneten Leistungselektronik, sowie der Entwicklung sicherheitsrelevanter Schutzsysteme. »Letztere Herausforderungen sind ebenfalls im Bereich der E-Mobilität zu lösen, so dass sich hier synergetische Effekte ergeben können«, erläutert Fabian Vornhagen.

Fokus auf den Steckverbinder

Daneben ist die Gleichstrom-Versorgung in der Produktion natürlich auch ein Thema, mit dem sich die Steckverbinder-Hersteller auseinandersetzen müssen. Martin Tobler, Marketingleiter von Schurter, verdeutlicht: »Die Steckverbinder-Systeme auf der Versorgungs- und auf der Geräteseite für die verschiedenen Leistungsklassen müssen zuerst etabliert werden. Die Möglichkeit, Geräte sowohl an AC als auch an DC betreiben zu können, ist für die Übergangsphase essentiell!«

Seiner Einschätzung nach werde es noch drei bis fünf Jahre dauern, bis sich die neuen IEC-Verbindungsstandards auf breitere Ebene durchsetzen. »Zuerst müssen die Standards IEC 62735 für Systemversorgungsleistungen bis 2,6 kW etabliert werden. Zusätzlich müssen die Gerätesteckverbindungen für die  AC/DC-Versorgung nach IEC 63236 Einzug in die Geräteherstellung finden«, erklärt Martin Tobler.

Schurter beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit der Koexistenz von AC und DC, allerdings vor allem in Hinblick auf Daten- und Rechenzentren. Denn in diesem Applikationsfeld ist die Gleichstromversorgung schon seit längerer Zeit ein Thema und macht durchaus Sinn. Die dafür erforderlichen Steckverbindungen mit notwendiger Sicherheitsverriegelung (Cold Switch) sind bereits in der Entwicklung.

Darauf ist beim Einsatz von Kabeln zu achten:

Neben der Festlegung und Entwicklung der Stecker-Typen gibt es aber auch beim Einsatz der entsprechenden Kabel einiges zu beachten. Erstens müssen die Kabel natürlich den einschlägigen Normen entsprechen. »Hier geht es vor allem um die Farbe der Aderisolation«, erklärt Guido Ege von Lapp. Und er weist noch auf einen weiteren wichtigen Punkt hin: