Neuer Vertrieb TDK fasst in Europa den Epcos und TDK Vertrieb zusammen

Für Rudolf Strasser (links), President TDK Europe, und Philippe Rogeon, Senior Executive Vice President TDK Europe, 
bietet die Zusammenführung der Epcos- und TDK-Vertriebseinheiten nicht nur zusätzliches Wachstumspotential in Europa. 
Der Schritt wird bei der TDK Konzernmutter auch als Blaupause für die Zusammenführung der Vertriebsaktivitäten 
in anderen wichtigen Regionalmärkten dienen.
Für Rudolf Strasser (links), President TDK Europe, und Philippe Rogeon, Senior Executive Vice President TDK Europe, bietet die Zusammenführung der Epcos- und TDK-Vertriebseinheiten nicht nur zusätzliches Wachstumspotential in Europa. Der Schritt wird bei der TDK Konzernmutter auch als Blaupause für die Zusammenführung der Vertriebsaktivitäten in anderen wichtigen Regionalmärkten dienen.

Zwei Brands – ein Ansprechpartner. Unter dieser Devise führt TDK die Bauelemente-Vertriebseinheiten von TDK und Epcos in Europa zusammen. Eine Maßnahme, die neben dem Ausbau des Distributionskanals mit dazu beitragen soll, schneller als der Markt zu wachsen.

Zum 1. Februar 2015 hat TDK die europäischen Epcos und TDK Vertriebseinheiten im Bauelementebereich unter dem Dach der TDK Europe zusammengeführt. Mit der so neu geschaffenen Einheit, hat TDK die gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um seine Kunden in Europa in Zukunft aus einer Hand zu bedienen.


Mit Rudolf Strasser, bislang Senior Vice President und Head of Sales Europe von Seiten Epcos und Philippe Rogeon, Senior Vice President verantwortlich für Sales Europe bei TDK, hat das Unternehmen zwei Manager mit langjähriger Vertriebserfahrung in Bezug auf Epcos und TDK Produkte mit der gemeinsamen Verantwortung für die neugeschaffene Vertriebseinheit TDK Europe beauftragt.


Die Frage, ob dieser Schritt, mehr als fünf Jahre nach der Übernahme von Epcos durch TDK, nicht ein wenig spät kommt, beantwortet Rogeon mit einem ganz klaren Nein: »Die Zusammenführung wurde in den letzten Jahren konsequent vorangetrieben. Zwar gab es trotz des breitgefächerten Produktspektrums und der regionalen Schwerpunkte nur eine geringe Überlappung, dafür aber waren beide Häuser in völlig unterschiedlichen Unternehmenskulturen und insbesondere auch IT-Systemen beheimatet. TDK war IBM-basiert, Epcos arbeitete mit SAP«.


Es mussten zahlreiche Herausforderungen gemeistert werden, so Strasser, bis die sehr komplexe IT-Landschaft vereinheitlicht war. Auch das Wissen um die jeweils ergänzenden Produktlinien der anderen Seite ist inzwischen umfangreich aufgebaut worden.

Welche Bedeutung der gemeinsame Vertrieb für TDK hat, macht das Umsatzvolumen in Europa deutlich: Rund 1 Milliarde Euro. Darüber hinaus wird hier ein zusätzlicher Umsatz von rund 250 Millionen Euro mit Produkten erwirtschaftet, die außerhalb Europas verarbeitet werden, insbesondere in China und Amerika.


Insgesamt arbeiten derzeit 380 Mitarbeiter für den Bauelementevertrieb von Epcos und TDK in Europa. München ist Sitz der TDK Europe. Wie Strasser und Rogeon versichern, bleiben aber alle bisherigen Vertriebsstandorte in Deutschland, nämlich Düsseldorf, Erlangen und Leonberg bei Stuttgart erhalten. Europaweit unterhält die TDK Europe, zusammen mit den vier deutschen Standorten, insgesamt 18 Vertriebsniederlassungen.


Wie Strasser hervorhebt, bleiben auch nach der Neuorganisation die bisherigen Brands erhalten: »Der Unterschied besteht darin, dass wir nun voll und ganz „With one face to the customer“ auftreten. Unsere Kunden profitieren vor allem von der vereinfachten Bestellabwicklung. Dabei ist für sie jeweils ein Ansprechpartner in unserem Vertrieb für beide Brands zuständig«.


Rogeon und Strasser sehen gute Chancen, dass TDK mit dieser Maßnahme seine Stellung am Markt weiter ausbauen kann. »Wir sind, bezogen auf unser Produktspektrum, Marktführer in Europa und hier der stärkste Anbieter etwa von Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren«, stellt Strasser fest, »und auch unser Angebot im Bereich induktiver und magnetischer Bauelemente scheut keinen Vergleich«, pflichtet Rogeon bei.


Wichtig ist für beide jedoch nicht nur die Gegenwart, sondern vor allem die Zukunft. »Was dieses Unternehmen auszeichnet, ist seine Innovationsstärke«, betont Strasser, »wir haben nicht nur das nötige Know-how, sondern auch die nötigen finanziellen Mittel, um Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben«. Er verweist dabei auf Erfolge des Unternehmens im Bereich Hybrid-Technik: »In einem i3 von BMW etwa stecken für rund 70 Euro Produkte aus unserem Haus«.


Für Rogeon, ist die Elektromobilität nur ein Beispiel dafür, »dass wir nicht nur kontinuierlich neue Produkte auf den Markt bringen, sondern auch in der Lage sind, sehr spezielle kundenspezifische Anforderungen zu erfüllen«.


Das Automotive-Geschäft wird auch in Zukunft eine dominierende Rolle für TDK Europe spielen. Rund 50 Prozent des Umsatzes entfallen in Europa auf diesen Anwendungsbereich. In Industrieanwendungen fließen knapp 30 Prozent des europaweiten Umsatzes, 10 Prozent in Telekommunikations-Infrastrukturprojekte und der Bereich Home- und Healthcare steht für etwa 5 Prozent des Umsatzes.


Für die Zukunft haben sich Strasser und Rogeon engagierte Ziele gesetzt. Sie wollen im Lauf der kommenden Jahre schneller als der Markt wachsen. Beitragen soll dazu in Zukunft auch ein weiterer Ausbau der Distributionskanäle. Entscheidend für den Erfolg wird dabei sein, dass mit der TDK Europe nun eine Vertriebsstruktur geschaffen wurde, die Kunden noch einmal einen deutlich verbesserten Zugang zum umfangreichen Produktspektrum des Unternehmens ermöglicht.