Petermann Technik Stark für Technologiepartner und Anwender

Roland Petermann, Petermann Technik: »Wir nicht mit riesigen Produktüberschneidungen zu kämpfen und können uns auf das Wesentliche konzentrieren. Wir wollen für den Kunden stark sein, das geht nur, wenn wir uns konzentrieren.«

Engen Technologiepartnerschaft, Design-ins und tiefgehende Beratung - damit will Roland Petermann vor Überraschungen durch Taktgeber schützen.

Roland Petermann, Geschäftsführer von Petermann Technik, ist überzeugt davon, dass es in der heutigen Zeit vor allem auf die tiefgehende Beratung der Anwender ankommt. »Seit 1996 macht unsere Firma nichts anderes, als sich um die geeigneten Taktgeber auf den Modulen der Kunden zu kümmern.« Von der ersten Design-in-Beratung bis zur Großserienbetreuung decke Petermann Technik ein breites Spektrum ab.

Und er ist überzeugt, dass die technische Beratung in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werde, erstens, weil sich die Anwender um das Thema Quarze und Oszillatoren immer weniger kümmerten, und zweitens, weil mit der Miniaturisierung die Taktgeber mit der Forderung nach geringer Stromaufnahme, kleineren Bauformen und vielen weiteren Parametern an die Grenze des physikalisch Möglichen stoßen, somit immer empfindlicher würden. »Da muss man schon genau wissen, wie der Quarz und die Schaltung zusammenspielen und was beachtet werden muss, um einerseits von der kleinen Bauform und niedriger Leistungsaufnahme profitieren zu können, andererseits aber keine Überraschungen erleben zu müssen.«

Nur wer in der Lage ist, die Schaltungen direkt auszumessen, könne Aussagen über die Qualität eines Taktgebers machen. Denn erst wenn alle Parameter zusammenpassen und dies dokumentiert ist, könne der Kunde sicher sein, die Qualität zu erhalten, die er erwartet.

Und wenn etwas nicht zusammenpasse, dann könnten die Ingenieure Vorschläge machen, um die Schaltung entsprechend anzupassen: »Wir haben beispielsweise eigene Methoden entwickelt, um den Einschwing-Widerstand am Eingang präzise messen zu können. Die Widerstände können nämlich eine hohe Streuung aufweisen, dann sorgen wir für einen entsprechenden Sicherheitsfaktor. Manchmal muss sogar der Quarz ausgetauscht werden.« Hier nur relativ simple Messungen mit dem Potenziometer durchzuführen wäre mit zu vielen Fehlern behaftet: »Das würden wir nie machen«, so Petermann.

Trügerische Referenzdesigns

Selbst wenn es Referenzdesigns von den Halbleiterherstellern gebe, wäre den Schaltungen nicht ohne weiteres zu trauen, weil auch auf dieser Seite das Wissen begrenzt sei oder die Referenzdesigns nur für einen bestimmten Anwendungsbereich ausgelegt worden seien. So versuchten die Chiphersteller häufig, die Kapazitäten der Oszillatorstufen zu senken. Das hat aber den Nebeneffekt, dass sich die Ziehempfindlichkeit bei sinkender Kapazität erhöht. »Für die Taktversorgung eines Kondensators ist das egal, bei einer Funkbaugruppe aber müssen die Streukapazitäten auf dem Board kompensiert werden, was dann wiederum den Taktgeber stört. Wir erhöhen dann die Kapazität der Oszillatorstufen oft wieder etwas, sodass die Baugruppe weniger empfindlich reagiert«, so Petermann. »Wer beispielsweise Funkschlüssel fertigt, ist für solche Tipps sehr dankbar, und es gibt in unserem Umfeld unzählige ähnlich gelagerte Beispiele. Wir lassen unsere Kunden mit den Datenblättern und mit den Referenzdesigns nicht alleine und wir begleiten sie durch die Design-Phasen. Das ist unsere große Differenzierung.«