Petermann Technik Stark für Technologiepartner und Anwender

Neue Märkte und Partnerschaften

Die Tatsache, dass sich auch die Chiphersteller mit ihren Referenzdesigns bezüglich der Taktgeber etwas schwer täten, eröffnet laut Petermann sogar neue Märkte: »Wir arbeiten bereits eng mit Chipherstellern zusammen, um die entsprechenden Referenzdesigns zu entwickeln. Unsere Engineering-Services tragen dann dazu bei, dass auch die Taktgeber auf den Designs verlässlich funktionieren.« Ganz Ähnliches gelte für die Hersteller von Funkmodulen, auch auf diesem Sektor bahnten sich bereits Kooperationen an.

Die Beispiele zeigen auch: »Wenn ein Kunde uns zu Beginn eines Designs konsultiert, dann können wir ihm Wege aufzeigen, an die er mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal gedacht hatte. Und er kann dadurch viel Geld sparen. Die Taktgeber sind eben ein zentrales Thema – und sollten im Design-Prozess entsprechend behandelt werden.«

Ultraschallverschweißte Gehäuse

Ein weiteres Beispiel für Differenzierung auf technischer Ebene sind ultraschallverschweißte Gehäuse. »Eigentlich ist Ultraschallschweißen für Quarze tödlich. Soviel ich weiß, sind wir der einzige Anbieter, der diese Option bietet«, sagt Petermann. Diese Gehäuse würden jetzt rege nachgefragt, gerade in Asien für den IoT-Markt, aber auch im Automobilsektor und vielen anderen Bereichen würden diese Typen gerne eingesetzt.

Auch Petermann Technik arbeitet mit einem Produzenten aus China zusammen. »Die Partnerschaft besteht seit vielen Jahren, sie ist bekannt und für die Kunden transparent«, so Petermann. Er ist davon überzeugt, dass es nicht darauf ankäme, von möglichst vielen Herstellern die jeweils für einen Anwendungsfall passendsten Produkte heraus zu suchen, sondern im Zusammenspiel zwischen externer Fertigung und interner Entwicklung die besten Systeme zu bieten. »So haben wir nicht mit riesigen Produktüberschneidungen zu kämpfen und können uns auf das Wesentliche konzentrieren.Wir wollen für den Kunden stark sein; das geht nur, wenn wir uns konzentrieren.«

Dazu gibt er ein Beispiel aus der Vergangenheit: Um 2000 warten keramikbasierte Bauteile und Gehäuse knapp, viele Kunden saßen auf dem Trockenen. »Mit unserem Modell konnten wir liefern und haben neue Kunden gewonnen.« Dieses Modell verfolge Petermann Technik noch heute mit der Zusammenarbeit mit dem chinesischen Lieferanten: »Wir werden bevorzugt beliefert, weil wir stark für unseren Partner sind und damit auch stark für unsere Kunden.«

Was Petermann allerdings keinesfalls will: als Hersteller auftreten. »Wir kommunizieren klar, dass wir kein Werk besitzen, kein Equipment und nicht über die riesige Fertigung, die heute erforderlich ist, um wirtschaftlich produzieren zu können. Wir beliefern ja auch in Asien Kunden, die werden direkt aus der Fertigung in China versorgt. Es ist also alles transparent.«

Vor allem sorge das für Sicherheit: Weil die Produkte aus einem Werk kommen, ändern sich die Spezifikationen nicht. Private-Label-Hersteller, die ihre Ware aus verschiedenen Quellen bekommen, könnten eben nicht gleichbleibende Qualität über die Quarzprodukte verschiedener Hersteller garantieren. Petermann Technik könne dagegen genau dies bei gleichbleibenden Spezifikationen über lange Zeit, auch bis zu zehn Jahre.

Deshalb ist Petermann überzeugt davon, auf dem richtigen Kurs zu sein. Gerade im Funk würden sich derzeit viele neue Möglichkeiten eröffnen, angefangen bei 5G über WLAN bis zu Low-Power-WANs im ISM-Band wie LoRa und Sigfox, um nur ganz wenige Beispiele zu nennen. Weil die neu entstehenden Einsatzfälle wieder ihre eigenen Anforderungen stellen, treibt Petermann die technische Entwicklung in Zukunft weiter voran: »Besonders auf dem Gebiet der Oszillatoren entwickeln wir gerade neue Produkte und werden sie noch in diesem Jahr vorstellen.«