Blick nach China So hat es Hongfa geschafft, schnell zur Normalität zurückzukehren

Hongfa fertigt in China hochautomatisiert Relais.
Hongfa fertigt in China hochautomatisiert Relais.

Der weltweit größte Produzent von Relais, Hongfa aus China, produziert bereits wieder auf Normal-Niveau.

Nach den Werksschließungen in China wegen des Coronavirus-Ausbruchs um das Chinese New Year konnte Hongfa seine Relais-Produktion in China relativ zügig hochfahren. »Trotz strikter Hygienemaßnahmen liegen wir derzeit bei ca. 90 Prozent unserer Ausbringung von vor dem Chinese New Year«, sagt Dr. Christian Veit, Director Strategic Business Development & Marketing von Hongfa Europe, gegenüber Markt&Technik. Er sieht dafür zwei wesentliche Gründe:

  • Hongfa verfügt über eine hohe Fertigungstiefe: Von der Verarbeitung des Rohmaterials (Kunststoffgranulat, Metallbänder, Drähte) bis hin zum fertigen Relais führt das Unternehmen alle Produktionsprozesse selbst durch. Mehr als 90 Prozent aller Einzelteile eines Relais fertigt Hongfa im eigenen Haus und ist daher wenig abhängig von externen Lieferanten.
  • Wegen der Covid-19-Epidemie haben viele Unternehmen Probleme mit der Rückkehr von Mitarbeitern. Hongfa ist von diesem Problem kaum betroffen, da die Produktion der Relais hochautomatisiert erfolgt, so dass vergleichsweise wenig Personal den Betrieb aufrechterhalten kann.

Die Logistik-Kennzahlen sehen aktuell wie folgt aus: »Lieferung nach Kundenwunsch« liegt bei 87% (im Jahr 2019 bei 88 Prozent);  »Lieferung nach bestätigtem Liefertermin« liegt bei 98 Prozent und damit bereits auf Vorjahres-Niveau.  
»Das zeigt, dass wir es geschafft haben, sehr rasch zurück in den normalen Produktionsmodus zu kommen– dafür gebührt meinen Kollegen in China großer Respekt. Aufgrund dieser Situation sehen wir bereits vermehrt Anfragen von Kunden«, sagt Dr. Christian Veit.

Seit dem Ausbruch der Covid-19-Krankheit besteht eine große Lücke in der weltweiten Schutzmasken-Versorgung. Hongfa hat deshalb eine bereits ausgemusterte Produktionslinie bei einem anderen Hersteller aus Xiamen wieder zum Laufen gebraucht, um Schutzmasken zu produzieren.

Ein schnell zusammengestelltes Team aus Automatisierungstechnikern und Produktionsspezialisten hat diese Herausforderung innerhalb von zehn Tagen bewältigt. »Einige unserer Mitarbeiter betreuen diese Produktionslinie bei dem Unternehmen weiterhin, um so den gewünschten Ausstoß an Schutzmasken sicherzustellen«, erklärt Dr. Veit.
»Parallel dazu hat sich dieses Team daran gemacht, auch eine weitere, vollautomatische Produktionslinie für Einweg-Flachmasken für einen Maskenhersteller zu entwickeln und aufzubauen.« Kürzlich wurde diese Fertigungslinie in Betrieb genommen. Die vollautomatische Produktionslinie hat eine Kapazität von 100.000 Masken/Tag. Sie umfasst das Zuführen von Material, Zuschneiden der Maske, Bandschweißen, etc. und kann von einer Person bedient werden.

Information zu den Produktionsstätten von Hongfa: Das Headquarter von Hongfa befindet sich in Xiamen, Provinz Fujian, im Süden von China. In Xiamen befindet sich auch der größte Produktions-Campus von Hongfa. Die beiden anderen Produktions-Campus‘ befinden sich in Zhoushan (Nähe zu Shanghai) im Osten von China und in Zhongjiang (Provinz Sichuan) im Westen von China.