Bandgalvanik bei ept So funktioniert die Kontakt-Beschichtung

Umweltbewusst und trotzdem wettbewerbsfähig

ept legt Wert darauf, den eigenen ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten. Das ist gerade beim Betreiben einer Galvanik, wo chemische Stoffe zum Einsatz kommen, wichtig und eine Herausforderung. Das gesamte Abwasser der Galvanik-Anlagen bei ept wird intern wieder aufbereitet und entgiftet. Die daraus entnommenen Abfallprodukte gehen in die Verwertung. Das Spülwasser wiederum fließt in einem Kreislauf durch eine Ionenaustauschanlage, wo es gereinigt und wieder in die Galvanikanlage zurückgeführt wird. Die Bandgalvanik arbeitet auf diese Weise sehr wassersparend. Obwohl die Anlagen sieben Tage die Woche rund um die Uhr laufen, werden durch Anwendung dieser Verfahren nicht mehr als 400 bis 500 m3 Wasser pro Jahr verbraucht. Auch Wertstoffe werden gespart: Das Wasser mit den wertvollen Inhaltsstoffen durchläuft nach dem Hauptbad mehrere Spülprozesse. Dabei werden die Wertstoffe kaskadenartig in das Hauptbad zurückgeführt. Anfallende Schlämme werden von einem externen Unternehmen recycelt und die daraus gefilterten Reststoffe wie Nickel und Zinn zu neuen Pellets verarbeitet und wiederverwertet.

ept investiert in effiziente und umweltschonende Produktionsmethoden. Auch regenerative Energien spielen dabei eine wichtige Rolle. So wurde in den Galvanikanlagen beispielsweise von einer elektrischen Heizung auf Wärmetauscher umgestellt. Mit einem eigenen Blockheizkraftwerk stellt ept die für die Anlagen benötigte Energie selbst her und frequenzgerichtete Pumpen, Niedrigdruckkompressoren und spezielle Neonröhren senken das benötigte Stromvolumen.

Zudem hat das Unternehmen das Analyselabor der Galvanik kürzlich mit einem automatischen Analysegerät ausgestattet, was den Mitarbeitern zwei bis vier Arbeitsstunden pro Woche spart. So wird man dem hohen Analyseaufwand gerecht, welcher durch die immer höheren Anforderungen an die Produkte in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Moderne Software und vernetzte Datenbanken ermöglichen zudem die fast vollständige digitale Überwachung der Galvanikanlage und zeigen zum Beispiel Zusammensetzung, Füllhöhe und Temperatur der Bäder an.

Den Umweltschutz fördert ept außerdem durch die Materialwahl und spezielle Verfahrenstechniken beim Galvanisieren. So werden Kontakte, wo möglich, nur selektiv auf der direkten Kontaktfläche mit wertvollen Oberflächen wie Gold beschichtet. Zudem kann das seltene Palladium teilweise durch einen eigens entwickelten Nickel-Phosphor-Überzug ersetzt werden. Das spart Ressourcen und reduziert Abfälle. Zusätzlich arbeiten die Experten bei ept aktuell an einer bleifreien, umweltfreundlichen Alternative zur bisher in einigen Anwendungen unumgänglichen Zinn-Blei-Beschichtung.