TopTherm-Chiller Rückkühlanlage aus dem Baukasten

Zwei Baugrößen für sieben Kälteleistungen - wie geht das?

Die Auslegung von Rückkühlanlagen orientiert sich im Wesentlichen an den geforderten Kälteleistungen und den Randbedingungen am Aufstellort. Wie aber wird das mit dem neuen TopTherm-Chiller umgesetzt?

Das Gehäuse der Anlage ist in zwei Basisbreiten erhältlich, mit 800 mm und 1200 mm. Höhe und Tiefe sind mit 2000 und 800 mm immer gleich. Die Kältemodule im schmalen Gehäuse erreichen je nach Kompressor und Größe des Verflüssigers die Kälteleistungen 8, 12 und 16 kW, die im breiteren Gehäuse 20 und 25 kW. Kombiniert man die Gehäuse, sind auch Leistungen von 32 bzw. 40 kW möglich. Damit stehen dem Betreiber mit zwei Baugrößen sieben unterschiedliche Kälteleistungen zur Verfügung.

Die wirkliche Innovation an dieser Entwicklung zeigt sich aber erst in der Verbindung mit den anderen Modulen. Ralf Schneider von Rittal veranschaulicht: »Benötigt der Anwender bei gleicher Leistung eine größere Pumpe, so wird anstelle einer Pumpe von 2,5 bar eine entsprechend größere mit 4,5 bar eingesetzt. Und wenn zusätzlich ein präziserer Temperaturwert verlangt wird, steht optional ein Kältemodul mit einer Heißgas-Bypassregelung für eine hohe Genauigkeit zur Verfügung. Die Flexibilität bezieht sich auch auf die Luftführung. Die Luftansaugung kann nicht nur in der Rückwand, sondern auch als Option seitlich bestellt werden.«

Serienmäßige Extras

Um die wichtigsten Forderungen der Anwender abzudecken, hat Rittal
bestimmte Funktionen und Komponenten bereits serienmäßig integriert. Verfügbar ist beispielsweise der Wasserbypass serienmäßig, der die Pumpe schützt, falls der Verbraucherkreislauf abgesperrt wird. Er sorgt für mehr Sicherheit und wird sonst fast nur optional angeboten. Weitere Serienkomponenten sind der Strömungswächter sowie die bifrequente Ausführung mit 400 V/50 Hz und 460 V/60 Hz - eine wichtige Voraussetzung für den weltweiten Einsatz. Bei der ebenfalls integrierten Temperaturregelung hat der Anwender zwei Möglichkeiten: Er kann entweder einen festen Temperaturwert einstellen oder auf die Regelung hinsichtlich eines Referenzwertes umschalten. In dieser Rückkühlanlage wird auch ein neues Kältemittel eingesetzt: »Das zweikomponentige Medium mit der Bezeichnung R410A kann im Vergleich zu anderen Mischungen aufgrund der höheren Wärmekapazität deutlich mehr Wärme bei kleinerem Volumen transportieren«, sagt Ralf Schneider. Das wiederum hat den Vorteil, dass man den Kompressor kleiner bauen kann.