Weidmüller integriert Intelligenz PV-Junction-Box mit Leistungsüberwachung

Weidmüller bietet seine Anschlussdosen für PV-Module nun auch werkseitig mit einer bereits integrierten hundertprozentigen Leistungsüberwachung und Sicherheitsabschaltung an. Die mit Intelligenz ausgestatteten Junction Boxes arbeiten mit der »SunSniffer«-Technologie des Nürnberger Unternehmens Storm Energy.

Eines steht fest: Auch hochwertige Solarmodule können in ihrem auf mindestens 20 Jahre ausgelegten Betrieb diverse Defekte aufweisen. Verschmutzungen wie Ruß aus Abgasen, Staub und Blütenpollen setzen der Moduloberfläche zu und machen sie lichtunempfindlicher. Langzeitbeobachtungen von PV-Anlagen zeigen, dass Ertragseinbußen allein aufgrund von Verschmutzungen ungefähr 10 Prozent betragen!

Zudem können extreme Temperaturschwankungen, hohe Schneelasten oder Hagel Modulgläser brechen lassen, ganz abgesehen von Marder durchbissenen Kabel oder durch Vögel beschmutzten Modulen. Aber auch Produktions- oder Installationsfehler lassen sich nicht vollständig ausschließen. Bei der Installation führen falsche Modulsortierungen und vergessene Steckverbindungen ebenso zu Ertragsverlusten wie brüchige Lötverbindungen.

Die Folge all dieser Widrigkeiten sind spürbare Effizienz- und Leistungsverluste. Zwar können Wartungen derartige Ertragsverluste vielfach beheben, es ist allerdings äußerst mühsam, jedes einzelne Modul auf etwaige Probleme zu untersuchen! Ein automatisiertes, kontinuierliches Monitoring jedes einzelnen Moduls ist zielführender und effizienter. Daher reagiert Weidmüller genau auf diese Erfordernis und setzt die »SunSniffer«-Technologie von Storm Energy in seine Produkte ein: Das ab Werk in jede Photovoltaik-Junction-Box integrierte »SunSniffer«-System erhöht die Leistungsdarstellung von PV-Anlagen signifikant und steigert die Effizienz um bis zu sieben Prozent! 

Fehler lokalisieren, bei jedem einzelnen Modul 

In Photovoltaik-Anlagen bestimmt generell das schwächste Modul den Stromfluss eines Strings. »SunSniffer« erkennt und lokalisiert bei jedem einzelnen Modul jeden Fehler sofort - und gewährleistet so eine gleichermaßen durchgängige und lückenlose Transparenz. Das System zeigt selbstständig an, wann wo welche Maßnahmen durchzuführen sind. Folglich können Anlagenbetreiber ihre Wartungsarbeiten dadurch viel gezielter koordinieren. Zum Vergleich: Gewöhnliche Datenlogger berechnen lediglich die Erträge, sie können aber nicht feststellen und aufzeigen, wo der Fehler zu lokalisieren ist und ob die Anlage optimal läuft.

Dank des »SunSniffer«-Secure-Systems lässt sich nun auch die Sicherheit von Photovoltaik-Anlagen erhöhen: Jedes einzelne Modul ist gezielt abschaltbar - ein Systemvorteil beispielsweise im Brandfall! An einem String können an einem ertragreichen Tag 600 bis 1000 V Gleichspannung anliegen. Gemäß VDE 0100, Teil 410, ist das Berühren von Gleichspannung größer als 120 V lebensgefährlich. Zwar stellt das Löschen von unter Spannung stehenden Gebäuden für Feuerwehren kein Neuland dar, laut VDE 0132 ist ein Abstand von mindestens fünf Metern beim Löschen mit Vollstrahl einzuhalten. Die gezielte, modulweise Sicherheitsabschaltung durch »SunSniffer« ermöglicht jedoch ein gefahrenloseres Löschen durch Feuerwehren.

Interessant ist auch, dass bereits einige Versicherer derartige technologische Maßnahmen durch Beitragssenkungen würdigen.