Ziehl-Abegg: Die Früchte der Bionik Neue Ventilatoren verbrauchen weniger Material und Energie

Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl präsentiert den neuen bionischen Ventilator ZAbluefin
Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, präsentiert den neuen bionischen Ventilator »ZAbluefin«.

Was haben Buckelwal, Eule und Baum gemeinsam? Dank ihrer Vorbilder verbessert sich die CO2-Bilanz der neuen Ventilatoren von Ziehl-Abegg auf mehreren Ebenen.

Denn den Entwicklern von Ziehl-Abegg ist es gelungen, für die neuen Ventilatoren vom Typ »ZAbluefin« (250 bis 560 mm Durchmesser) erstens deutlich weniger Material als bisher zu verwenden und zweitens die Energieaufnahme im laufenden Betrieb zu reduzieren. Deshalb arbeiten sie in Klimazentralgeräten und in Industriebelüftungsanlagen noch einmal sparsamer als ihre Vorgänger und verbessern die CO2-Bilanz.  

Ziehl-Abegg setzt schon seit längerem auf Vorbilder aus der Natur, um den Wirkungsgrad der Ventilatoren zu verbessern. So haben bei der Auslegung der Ventilatorblätter der Lüfter die Flügel von Eulen Pate standen. Dadurch erreichen die Radialventilatoren bereits jetzt eine Wirkungsgrad von über 70 Prozent. Deshalb muss jeder Ansatz zur Optimierung genutzt werden.

Das neue Radiallaufrad kombiniert nun völlig unterschiedliche bionische Ansätze, die sich aus der Vogelkunde (Aerodynamik), der Meeresbiologie (Hydrodynamik) und von Bäumen (Biomechanik) ableiten.

Das Ergebnis: Materialeinsparung und eine verbesserte Aerodynamik halbieren den CO2-Verbrauch beim Materialaufwand bei gleicher Luftleistung. Moderne Spritzgusswerkzeuge, die jeweils mehr als eine halbe Million Euro kosten, ermöglichen die Umsetzung der bionisch optimierten Geometrien.

Die Hinterkanten der Ventilatorschaufeln sind dem Eulenflügel nachempfunden. »Die Eule als leisester Raubvogel ist bei uns schon für mehrere Designs Vorbild gewesen«, sagt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. Mittlerweile gelten gezackte Hinterkanten von Ventilatoren als ein Markenzeichen von Ziehl-Abegg. Bei dem neuen Ventilator wurden die Zacken allerdings etwas weicher gezeichnet.

Die Evolution hat den Buckelwal im Hinblick auf die Strömungseffizienz so optimiert, dass er trotz seiner Körpergröße als sehr guter und wendiger Schwimmer gilt. Anders wären seine langen Wanderungen durch die Weltmeere ohne Nahrungsaufnahme auch nicht möglich.

Darüber hinaus haben sich die Entwickler von Ziehl-Abegg von Professor Claus Mattheck inspirieren lassen. Als einer der Vorreiter der Biomechanik schlägt er die Brücke zwischen Natur und Technik. Geht es um Festigkeit bei minimalem Materialeinsatz sind Bäume das beste Vorbild.