Molex Neue Steckverbinder für die Automatisierung

Neue I/O-Ethernet-Module

Molex verfolgt bei Produkten für den Automatisierungsmarkt den Ansatz, nicht nur als »bloßer« Komponentenlieferant aufzutreten, sondern ist längst in die Position des System- und Lösungsanbieters hineingewachsen. Somit setzt sich das Unternehmen neben den Steckverbindern auch mit aktiven Komponenten sowie auch verstärkt mit Software auseinander.

I/O-Ethernet-Module für Sicherheitsanwendungen bis SIL3

Ein Bespiel für eine Komplettlösung von Molex sind die »Brad HarshIO-Ethernet-Module« die eine zuverlässige Kommunikation in rauen Umgebungen über EtherNet/IP ermöglichen und dank CIP Safety Protocol die Sicherheit und Flexibilität in industriellen Anwendungen erhöhen. Die maschinenmontierbaren Module sind eine Lösung für den Anschluss industrieller Sicherheitssteuerungen an Sensoren und Aktoren in rauen Umgebungen, in denen Feuchtigkeit, Staub und Schwingungen auftreten. Konzipiert sind die HarshIO-Module für Sicherheitsanwendungen bis SIL3 (Safety Integrity Level 3), Cat4/Ple, bei denen eine Kommunikation über EtherNet/IP zum Austausch von sicherheitsrelevanten Daten und Standarddaten sowie Diagnoseinformationen über ein einziges Ethernet-Netz erforderlich ist.

Die kompakten Module bieten zwölf Safety-Inputs und vier Safety-Outputs und unterstützen den Anschluss von ein- und zweikanaligen Sicherheitsgeräten, wodurch sie sich beispielsweise für Anwendungen im Automobilbau eignen, bei denen Roboter in Zellen arbeiten. Die digitalen Eingänge und Ausgänge können nach Angaben von Molex sowohl an standardmäßige als auch an sicherheitskrititische Sensoren angeschlossen werden. Ein umspritzter, integrierter Memory Key speichert die Konfiguration und ermöglicht einen Modulaustausch innerhalb von Minuten ohne Spezialwerkzeug – und ohne dass eine Neuinbetriebnahme nötig ist.

Zusätzliche Merkmale, wie ein integrierter 2-Port-Ethernet-Switch mit DLR, Diagnose-LEDs und eine benutzerfreundliche Methode zum Einrichten von IP-Adressen, vereinfachen die Konfiguration und Bedienung. Der integrierte 2-Port-Switch mit DLR lässt sich problemlos hintereinander schalten - dies erlaubt dem Anwender die Verdrahtung der gesamten Anwendung ohne Switches und ermöglicht damit erhebliche Kostensenkungen.

Ausgestattet sind die HarshIO-Module mit der »Ultra-Lock«-M12-Anschlusstechnik von Molex, also einem zeitsparenden Push-Pull-Anschluss. Michael Meckl erkennt insgesamt einen Trend hin zu solchen Anschlusssystemen, die ein schnelles Ver- und Entriegeln ermöglichen. Denn bei hohem Verkabelungsaufwand an der Maschine können diese dazu beitragen, Zeit und Resourcen bei der Montage einzusparen. Das spezielle »Ultra-Lock«-System von Molex bietet außerdem den Vorteil, dass es eine verlässliche Dichtung ohne Anzugsdrehmoment bis Schutzart IP69k bieten kann!

Bei den HarshIO-Modulen, bei denen der Ultra-Lock-Anschluss ermöglicht, dass die Sensoren und Aktoren direkt in das I/O-Modul gesteckt werden können, leistet der Anschlussmechanismus zudem einen wichtigen Beitrag zur Miniaturisierung. Da das Schrauben wegfällt, können die Module enger bzw. platzsparender gebaut werden. Die Gesamtabmessung beträgt lediglich 240 mm x 62 mm x 46 mm. Die Module sind auf Rockwell Automation ausgelegt und mit allen Controllern der Rockwell »GuardLogix«-Serie kompatibel. Die SNCT-Software von Molex und die »Studio 5000 Logix Designer«-Anwendung von Rockwell Automation vereinfachen die Inbetriebnahme.