SiTime: Quarz-Oszillatoren im Visier MEMS-Taktgeber nehmen Fahrt auf

Extrem Platz sparend mit 1,2 mm2 Montagefäche sind SiTimes MEMS-basierende 32-kHz-Super-TCXOs der SiT156x/7x-Serie im Vertrieb von SE Spezial-Electronic. Dank Auto-Kalibrierung werden beim SiT1568 durch Montage- und Lötvorgänge bedingte Frequenzabweichungen automatisch ausgeglichen.
Extrem Platz sparend mit 1,2 mm2 Montagefäche sind SiTimes MEMS-basierende 32-kHz-Super-TCXOs der SiT156x/7x-Serie im Vertrieb von SE Spezial-Electronic. Dank Auto-Kalibrierung werden beim SiT1568 durch Montage- und Lötvorgänge bedingte Frequenzabweichungen automatisch ausgeglichen.

Konnte MEMS-Oszillator-Pionier SiTime in den ersten neun Jahren seiner zehnjährigen Firmengeschichte insgesamt nur 250 Mio. MEMS-Taktgeber verkaufen, setzte er im vergangenen Jahr 125 Mio. Units ab. »Für 2016 sieht es weiterhin sehr gut aus«, sagt Markus Lutz, Executive Vice President von SiTime.

Vor allem das Geschäft mit den Wear­ables wie Fitness-Armbändern hat zum Höhenflug des Ende 2014 von Megachips akquirierten MEMS-Spezialisten beigetragen. Auch mit 125 Mio. abgesetzter Units spielt SiTime im Konzert der Hersteller passiver Resonatoren nur eine untergeordnete Rolle in einem Markt, in dem 2015 weltweit Umsätze in Höhe von 1,8 Mrd. Dollar erzielt worden sind. Dafür wurden rund 20 Mrd. Units nachgefragt mit Preisen zwischen 5 und 25 Cent pro Resonator. Selbst wenn in den nächsten drei Jahren die Wachstumrate beibehalten und 2018 dann 1 Mrd. MEMS-Oszillatoren abgesetzt würden, käme SiTime somit auf weniger als 5 Prozent, wächst doch derzeit der Markt nach Units jährlich um 10 Prozent. Gleichwohl betont der SiTime-Gründer: »Unser Konkurrent ist der Quarzhersteller. Wir wollen aber keine Me-too-Produkte anbieten, sondern in Marktsegmente gehen, in denen Quarztaktgeber nicht Fuß fassen können.«
 

Zu Lutz’ Optimismus tragen neben dem rasant gestiegenen Absatz der Taktgeber auch mehrere Kooperationen mit Hestellern quarzbasierender Oszillatoren bei. So arbeitet man in Europa seit über eineinhalb Jahren mit Jauch und Petermann-Technik zusammen, noch wichtiger aber sei die Ende 2015 mit KDS vereinbarte Kooperation – der japanische Quarzspezialist ist im Konzert der Großen die Nummer 3. »KDS wird uns helfen, noch bessere Produkte zu bauen, und uns zeigen, in welche Applikationen Quarztaktgeber nicht reingehen können.« Derzeit hat SiTime zwei Resonatoren mit unterschiedlichen Geometrien im Portfolio, einen stromsparenden 524-kHz- und einen 48-MHz-Baustein, bei dem Genauigkeit im Vordergrund steht. Beide Resonatoren sind gleich groß mit Abmessungen von 420 x 420 µm. Das F&E-Ziel ist, diese Resonatoren »noch genauer und noch effizienter« zu machen.