Das Prinzip der Expanded-Beam-Technologie Linsen-Elemente für Harsh-Environments

Linsenkontakte von tde machen Hybrid-Anwendungen möglich

tde – trans data elektronik - hat sein Produktportfolio an LWL-Steckverbindern mit eingebautem Linsensystem um »Expanded Beam Termini«-Kontakte erweitert. In Kombination mit elektrischen Kontakten lassen sich damit sogar Hybrid-Systeme aufbauen.

Die Linsenstecker sind im Vergleich zu herkömmlichen Steckverbindungen weit weniger anfällig gegen Verschmutzung, Staub, Erschütterung und Vibration, wodurch sie sich für den Einsatz in rauen Umgebungen eignen.

Bei Linsensteckern, die auf dem Prinzip der Expanded-Beam-Technologie (EBT) basieren, wird der am Ende eines Glasfaserkabels austretende Lichtstrahl durch eine Kugellinse um das 140- (MM50µ) bis 2400-fache (SM9µ) seiner Ursprungsgröße aufgefächert. Beim Auftreffen auf eine gegenüberliegende Kugellinse fokussiert diese den Lichtstrahl wieder auf die Faser. Diese Aufweitung des Lichtsignals unter Vermeidung eines physikalischen Kontaktes der Endflächen macht die Steckverbindung unempfindlich gegenüber Umwelteinflüsse wie Verschmutzung oder Erschütterung. Daher eignen sich Linsenstecker für den Einsatz in Harsh-Environments, wie der Luft- und Raumfahrt, Bahntechnik, Militär, Broadcast und Bergbau.

Das Innovative an den neuen »Expanded Beam«-Linsenelementen ist jedoch, dass sie sich nicht nur in spezielle »Harsh-Environment«-Steckverbinder integrieren lassen, sondern auch in verschiedene andere Stecker-Typen. Verfügbar sind die EBT-Linsenkontakte aus dem Hause tde in Multimode- und Singlemode-Ausführung, in den Größen 8, 12 und 16. Die Steckverbinder sind breitbandig nutzbar und für Wellenlängen zwischen 850 und 1310 nm bei Multimode- und 1310 bis 1550 nm bei Singlemode-Anwendungen optimiert, was den Einsatz in WDM-Applikationen ermöglicht.


Auch in Kombination mit elektrischen Kontakten für Hybridapplikationen (elektrisch und optisch) sind die EBT-Linsenelemente einsetzbar. Da die Kontakte keinen Anpressdruck benötigen, wird die nötige Steckkraft nicht durch den Einsatz von Linsenkontakten erhöht, so dass auch bei hohen Polzahlen lediglich geringe Steckkräfte erforderlich sind. Zusätzlich verfügen die Linsenelemente durch »self alignment« der Ferrule über deutlich verbesserte Dämpfungswerte.

Die Handhabung der EBT-Elemente gestaltet sich laut tde besonders einfach: Die Enden der zu verbindenden Glasfaserkabel werden wie bei herkömmlichen Standard-LWL-Steckverbindern konfektioniert. Anschließend kann man das Linsenelement wie bei einem elektrischen Kontakt in das Standard-Steckergehäuse einrasten.