Kabel für ersten Bauabschnitt übergeben Leoni startet die Belieferung des Gotthard-Basis-Tunnels

Gotthard-Basis-Tunnel: 350 km Kabel für ersten Bauabschnitt übergeben

Leoni hat nach Abschluss der Planungs- und Testphase jetzt die ersten 350 km Energiekabel für den Gotthard-Basistunnel geliefert. Damit wird die Weströhre des Bauabschnitts von Bodio nach Faido ausgestattet. Die Verkabelung des Gotthard-Basistunnels ist einer der größten Einzelaufträge von Leoni außerhalb der Automobilindustrie.

In den kommenden Monaten werden die verschiedenen fertig konfektionierten Stromkabel, die insgesamt eine Länge von 350 km haben, im 16,6 km langen Abschnitt zwischen den beiden Orten im Tessin verlegt. In den nächsten vier Jahren ist dann die Lieferung von weiteren 2.000 km Kabel vorgesehen. Leoni produziert sämtliche Energieversorgungs- und Sicherheitsleitungen sowohl für die Hauptröhren als auch die Querstollen des Schweizer Mammut-Bauwerks. »Wir stellen mit unseren Kabeln vor allem die Energieversorgung des Tunnels, den Notstrom, die Beleuchtung und die Belüftung sicher«, erklärt Beat Kaltenrieder, Projektleiter von Leoni. Auch die Bauprovisoriumskabel stammen von der Schweizer Tochtergesellschaft Leoni Studer. Sie versorgen die Geräte und Maschinen während der Ausrüstung der beiden Tunnelröhren mit Strom und werden anschließend wieder entfernt.

Die Verkabelung des Gotthard-Basistunnels gehört zu den größten Einzelaufträgen von Leoni im Non-Automotive-Segment. Über die Projektdauer von rund sechs Jahren erwartet das Unternehmen Umsätze in der Höhe von rund 59 Mio. Euro.

Der mit 57 km längste Eisenbahntunnel der Welt soll planmäßig Ende 2017 in Betrieb genommen werden. Während heute für die Strecke von Zürich nach Mailand noch 3 Stunden 40 Minuten mit einem Cisalpino-Neigezug benötigt werden, wird die Reisezeit ab 2017 voraussichtlich eine Stunde kürzer sein.