Crimp-Verbindungen für Aluminiumleiter Kupfer und Alu auf der gleichen Maschine

Rob Shaddock mit einem Modell der neuen Crimp-Verbindung für Aluminiumleiter
Rob Shaddock mit einem Modell der neuen Crimp-Verbindung für Aluminiumleiter

Mehr Elektronik im Auto erfordern mehr Kabel, mehr Kabel bedeuten mehr Gewicht. Um Gewicht zu sparen, finden nun zunehmend Leiter aus Aluminium statt aus Kupfer Einsatz. TE Connectivity hat jetzt eine Crimp-Verbindung für Kabel auf Basis von Aluminiumleitern entwickelt.

Um die Stecker ans Kabel anzuschlagen, können die Hersteller dieselben Maschinen verwenden wie für Kupferkabel.  »Wir haben den Crimp-Vorgang modelleiert und in Kombination mit vielen Tests ermittelt, wie sich das Material unter Druck verhält. Außerdem müssen wir die Korrosionmechanismen genau verstehen«, sagt Rob Shaddock, CTO und Executive Vice President von TE Connectivity. Insgesamt drei Jahre haben die Ingenieure von TE Connectivity an der Entwicklung gearbeitet.

Außerdem arbeiten die Entwickler von TE Connectivity daran, den Kabelbaum im Auto zu beschneiden: Über intelligente Steckverbinder lassen sich Leitungen einsparen und die Hersteller gewinnen an Flexiblität, weil sie unterschiedliche Ausstattungsvarianten nicht mit unterschiedlichen Kabelbäumen versehen müssen.

Und Rob Shaddock hat noch eine weitere Idee, wie sich noch mehr Gewicht in der Verkabelung sparen lässt: Bisher übliche Metallabschirmungen könnten sich durch leichtere Abschirmungen auf Basis von Kohlenstoff-Nano-Tubes ersetzen lassen. »Wir haben bereits recht ermutigende Ergebnisse erzielt«, so Shaddock. Die spezifische Leitfähigkeit der Nanotubes ist besser als die von Kupfer. Die Herausforderung besteht nun darin, die Nanotubes so zu fertigen, dass sie die guten Eigenschaften im großen Maßstab nicht wieder verlieren.