Modulare Einhausung für 19-Zoll-Server Konkurrenz für den klassischen Serverschrank?

Offen und trotzdem stabil: Die Tragfähigkeit liegt bei etwa 1000 kg pro Rack
Offen und trotzdem stabil: Die Tragfähigkeit liegt bei etwa 1000 kg pro Rack

Auf der CeBIT wird apraNet eine modulare Einhausung vorstellen, die laut Unternehmensangaben eine kostengünstige Alternative zum herkömmlichen Serverschrank darstellt.

»Bei der neuen Lösung für Rechenzentren handelt es sich um eine Idee, die das Potenzial hat, die Gestaltung kleiner, leistungsstarker Rechenzentrums-Einheiten zu revolutionieren.« Das zumindest ist die Aussage der apra-Gruppe. Der entscheidende Vorteil des Systems liege darin, dass offene, sehr tragfähige 19-Zoll-Gestelle ohne weitere Maßnahmen eingehaust werden können – und dabei alle energetischen Vorteile eines Kalt/Warmgang-Konzeptes erfüllen. Dadurch lassen sich die Energiekosten für die Klimatisierung der Rechenzentren um bis zu 20 Prozent reduzieren! Sprich, sämtliche Funktionen, die ein modernes Rechenzentrum benötigt, sind vorhanden, hinzu kommen jedoch Kostenvorteile gegenüber einem klassischen Serverschrank durch die modulare Bauweise und die optionale Einhausung und Deckengestaltung.

Michael Weber, Geschäftsführer von apra, betont: »Im Rechenzentrenbereich machen wir damit den klassischen Schranksystemen Konkurrenz.« Der Preisvorteil der neuen Lösung liege bei bis zu 25 Prozent.

Ein Gebrauchsmusterschutz für das Konzept ist eingereicht.

Inklusive Dachelementen erreicht das neue, bezugsfertige »apra-Rechenzentrum« eine Höhe von 2,5 m. Alle tragenden Rahmenteile sind gleichzeitig als Kabelführungskanäle ausgelegt, was die Handhabung bei der Montage und Aufstellung vereinfacht.

Das Kabelmanagement

Das Kabelmanagement-System ist umlaufend an den Gestellen befestigt. »Damit haben wir das Problem der störenden Schrankgestellholme bei der vertikalen Kabelverlegung vermieden«, erklärt Andreas Broos, Produktmanager der apra-Gruppe. Zudem verfügen alle tragenden Teile über Kabelführungskanäle, wobei die entsprechenden Durchbrüche perforiert sind. Alle Kabelführungswege haben genügend Befestigungspunkte für Kabelbinder und Klettbänder, um ein sauberes Verlegen und Bündeln der Kabelmassen zu ermöglichen. Kunststoff-Einsätze zwecks Kabelschutz sind dabei bereits Standard (das komplette Gerät kommt ohne scharfe Kanten aus). Verschließen kann man die Kabelkanäle durch schwenkbare Abdeckklappen, was nach Angaben von apra sowohl optische als auch belüftungstechnische Vorteile bietet.

Die Luftführung

Auch was die Kühlung angeht, kann sich die neue Lösung für 19-Zoll-Server sehen lassen. »Die thermische Trennung der vorderen zur hinteren Gestellseite, also der Luftabschottung zwischen vorderer und hinterer 19 Zoll-Ebene, ist von Vorteil. Zwecks abschließender Einhausung stehen die bereits erwähnten Dachelemente für die Flurabdeckung und Schiebetüren zur Verfügung«, führt Andreas Broos aus.

Denn der Flur befindet sich dazwischen, er kann vor oder hinter den Servern geplant werden (Warm-/Kaltgang). Die Kühlgeräte lassen sich optional einfach zwischen zwei Gestellen montieren, sie übernehmen die komplette Klimatisierung oder unterstützen ein vorhandenes Kühlsystem. Lieferbar sind sie als Luft-Wasser-Wärmetauscher oder als Direktverdampfer in verschiedenen Leistungsklassen. So entsteht eine sehr preisoptimierte Lösung für Rechenzentren.

Sogar Sonderwünsche können mit der neuen, modularen Bauweise realisiert werden. Und auch längere Ebenen sind problemlos möglich, komplett nach den Plänen des jeweiligen Rechenzentrums ausgerichtet. Die neue Rechenzentren-Lösung will apra in jedem Fall als Standard-Produkt etablieren, sowohl was die Grundausstattung als auch das Zubehör angeht. Eine umfangreiche Vorstellung des neuen Systems erfolgt auf der CeBIT 2011 vom 1. bis 5. März in Hannover.