Neuentwicklungen bei Reihenklemmen mit hohem Kundennutzen Einfach, schnell und flexibel verdrahten!

Push-In-Reihenklemmen aus dem System »Clipline complete« von Phoenix Contact
Push-In-Reihenklemmen aus dem System »Clipline complete« von Phoenix Contact

Der Markt für Reihenklemmen hat sich auch im Jahr 2011 gut behauptet. Die deutschen Hersteller sind im großen und ganzen sehr zufrieden mit der Umsatzentwicklung und blicken vorsichtig optimistisch auf das kommende Jahr - zumal es in diesem bewährten Marktsegment viele Trends und Kundenbedürfnisse gibt, die bedient werden wollen!

»Immer mehr Signale auf immer weniger Raum zu verdrahten, das ist heute eine wesentliche Herausforderung«, betont Klaus Firschke, Abteilungsleiter Produktmarketing Reihenklemmen von Phoenix Contact. Diesen Trend gilt es daher für die Hersteller zu forcieren, in dem sie die Miniaturisierung der Reihenklemmen weiter vorantreiben - ohne dabei natürlich den gewünschten »Verdrahtungskomfort« für den Anwender aus den Augen zu verlieren! »Im Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus steht zudem der modulare Aufbau hoch im Kurs«, führt Klaus Firschke weiter aus. So bietet Phoenix Contact zum Beispiel durch die jüngsten Erweiterungen seines Angebots an steckbaren Reihenklemmen eine Kombination aus Klemme und Steckverbinder an, die eine sichere und flexible Verdrahtung sowie einen schnellen Austausch von Modulen ermöglicht.

Und natürlich ist in Ländern mit hohen Lohnkosten auch die kurze Verdrahtungszeit eine wesentliche Anforderung am Markt. Mit neuen Produkten mit Schnellanschlusstechnik und Push-In-Technologie kann Phoenix Contact die Verdrahtungszeit deutlich reduzieren. Die Push-In-Anschlusstechnik hat das Unternehmen in den letzten Jahren in den Markt eingeführt. Sie ermöglicht durch die Kombination von niedrigen Einsteckkräften bei gleichzeitig hohen Auszugskräften eine schnelle und sichere Verdrahtung und bietet nach Angaben von Klaus Firschke dem Anwender ganz neue Perspektiven zur Optimierung der Prozesskette bei der Verdrahtung.

»Die Reihenklemme wird zur Funktionskomponente«

Weidmüller-Sprecher Horst Kalla sieht als weiteren wesentlichen Trend am Markt, dass Reihenklemmen künftig mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet werden und sich so »zu einer effizienten Funktionskomponente« weiterentwickeln werden. »Schon heute übernehmen ‚Funktionsklemmen‘ diverse Schutz-, Wandel- und Schaltfunktionen«, erklärt der Weidmüller-Experte. »Durch die konsequente Miniaturisierung der Elektronik entwickelt sich die Klemme zur aktiven Komponente weiter. Die Anschlussebene wird also zusehend aktiver.«

Daneben treibt man natürlich auch die Weiterentwicklung der passiven Klemmen voran. »Versehen mit steckbaren Komponenten, passendem Zubehör oder neuartigem Design tragen diese optimierten Klemmen zur Prozessoptimierung des Kunden bei«, ist auch Horst Kalla überzeugt. Der Vorteil für die Kunden: Die steckbaren Komponenten ermöglichen modulare, funktions- und herstellerübergreifende Automatisierungs- und Verdrahtungskonzepte, die flexibel sind und dadurch gleichermaßen wirtschaftliche und technische Vorzüge bieten. Das beginnt bereits bei der Projektierung und Entwicklung, setzt sich bei der Fertigung und Prüfung fort und endet bei Inbetriebnahme und Service. Modulare standardisierte Funktionseinheiten minimieren darüber hinaus Ausfallzeiten und reduzieren kostspielige Endmontagezeiten. »Über passives Zubehör lässt sich ein Testcomputer einschleifen, der die korrekte Verdrahtung überprüft und Fehler bis hin zu falsch montierten Komponenten detektiert. Auch die Option einer automatischen Inbetriebnahme der Anlage ist gegeben«, schildert Horst Kalla.

Zur Reduzierung der Klemmenanzahl im Schaltschrank trage zum Beispiel die neue steckbare Reihenklemme des Typs »ZDT 2,5/8AN/4« von Weidmüller mit acht Anschlüssen bei. Weitere Highlights sind die neuen Rangier- und Potenzialverteilerklemmen PRV und PPV in Push-In-Anschlusstechnik für die Leittechnik in der Kraftwerks- und Prozessleittechnik, die besonders platzsparend konzipiert sind. Die 16-fache PRV-Mehrstockreihenklemme von Weidmüller kann mehr als 1.700 Signale pro Meter verteilen - und kommt dabei erstmals in vollkommen neuem Design daher!

Weidmüller setzt bei seinen Produkten auf mehrere Anschlusssysteme. »Denn durch die freie Wahl der Anschlusstechnik erhält der Kunde die Möglichkeit, immer den für seine Applikation und seinen Prozess besten Anschluss auszuwählen«, begründet Horst Kalla. Grob lässt sich eine Einteilung in Systeme mit Schraubanschlüssen und in schraubenlose Systeme vornehmen - alle Anschlussarten haben jedoch gemein, dass sie eine gasdichte, rüttelsichere, vibrationsfeste und wartungsfreie Verbindung gewährleisten.