Lumberg Direktstecken mit RAST ist auf dem Vormarsch

In der Weißen Ware haben sich die typischen RAST-Stecker unverdrängbar durchgesetzt. Aber auch andere Anwendungen profitieren zunehmend von der kostengünstigen Direktstecktechnik, zum Beispiel Applikationen der Automobilindustrie.

Die Geschichte der RAST-Stecker ist sicherlich eine einzigartige in der Steckverbinder-Industrie. Zusammen mit drei anderen Herstellern hat Lumberg diese Steckverbinder in Kooperation entwickelt und bereits 1986 entsprechend der »Hausgerätenorm« auf den Markt gebracht. »Das Ziel war es damals, die Komponenten zu standardisieren, die Konformität der Steckverbinder verschiedener Hersteller zu gewährleisten und Fehler im Produktionsprozess der Kunden durch Fehlsteckungen auszuschließen bzw. die Montage im Zusammenbau der Endgeräte zu vereinfachen und Fehlverdrahtungen zu minimieren«, berichtet Ulrich Schmidt, Geschäftsführer Technik von Lumberg und Mitglied der Gesellschafterfamilie.

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Direktstecken mit RAST

RAST-Steckverbinder sind auf dem Vormarsch - u.a. in Kfz-Applikationen.

Seit nahezu drei Jahrzehnten ist dieser Steckverbindertyp ein weit verbreiteter Standard im Bereich der Weißen Ware, der aktuell verstärkt auch in andere Anwendungen immer gefragter ist. Daher lohnt ein genauer Blick auf den aktuellen Stand der Technik sowie die zu erwartenden Innovationen.

RAST ist ein Akronym für Raster-Anschluss-Steck-Technik. Die RAST-5-Stecker mit einem Rastermaß von 5 mm sind ausgelegt für Leistungsströme bis 16 A. Steckverbinder im Rastermaß von 2,5 mm können dagegen Signal- und Kleinlastströme bis 4 A übertragen. Die RAST-Steckverbinder basieren zumeist auf Schneidklemmtechnik, was eine rationelle und kostengünstige Herstellung von Kabelbäumen in Industriequalität gewährleistet. Daher sind die RAST-Stecker heute Standard in einer Vielzahl an Sensor-, Schalter-, Aktor- und Motorsteuerleitungen, die direkt oder indirekt mit der Leiterplatte bzw. den Komponenten verbunden werden können.

Die Anforderungen an die Bauelemente sind dabei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ulrich Schmidt verdeutlicht dies an einem Beispiel: »Wir alle wollen heute geräuscharme Waschmaschinen. Leisere Geräte fordern eine höhere Kapselung. Eine höhere Kapselung führt zu einer Erhöhung der Umgebungstemperatur. Höhere Temperaturen erfordern dann wiederum hochwertige Kunststoffe bei den Steckverbindern – und schon ist eine Entwicklung im permanenten Weiterentwicklungsprozess«. Von Stillstand kann bei dieser bewährten Technologie also keinesfalls die Rede sein. Auch haben sich natürlich die Forderung nach Glühdrahtbeständigkeit, Verbot von Blei und RoHS-Konformität auf das Design der Steckverbinder ausgewirkt.