Finder Diese Vorteile bieten Print-Relais

Komplexe Schaltungen lassen sich mit dem Relais der Serie 34 auf engstem Raum realisieren.
Komplexe Schaltungen lassen sich mit dem Relais der Serie 34 auf engstem Raum realisieren.

Leiterplatten- bzw. Printrelais gibt es in einer Vielzahl an Varianten. Diese Vielfalt trägt dazu bei, dass sich mit den Relais - je nach Applikation – ganz spezifische Vorteile ausspielen lassen.

Printrelais haben den großen Vorteil, dass bei diesen Bauelementen die Montage und der elektrische Anschluss in einem Schritt erfolgen. Anstatt Printrelais fest einzulöten, sind aber auch Steckverbindungen möglich! Diese Befestigungsart kann beispielsweise über Faston-Verbinder erfolgen, die sich in der Automobilindustrie bewährt haben. Zudem kann man die Printrelais auch auf DIN-Tragschienen montieren; dazu muss man die Relais nur in die entsprechenden Sockel stecken, über die dann die Kontaktierung erfolgt.

All das macht diese Art von Relais nahezu beliebig einsetzbar!

Für hohe Anlaufströme

Das Schalten von elektrischen Antrieben ist eine typische Relais-Anwendung. Je nach Antriebsart fließen beim Anlauf hohe Ströme, die sicher geschaltet werden müssen. Speziell für diese Anforderung bietet Finder die Printrelais der Serie 45 an. Diese Leiterplatten-Relais sind mit einem Schließer oder einem Öffner erhältlich und können mit einem maximalen Dauerstrom von 16 A bei 250 V AC belastet werden. Während des Schaltvorgangs sind Ströme bis zu 30 A bei max. 400 V möglich. Die Relais sind so konzipiert, dass sie eine sichere Trennung zwischen Spule und Kontaktsatz gewährleisten. Zu den typischen Anwendungen gehören beispielsweise Torantriebe. Denn beim Einschalten des Antriebs können hier entsprechend hohe Einschaltströme fließen. Einphasige Antriebe mit einer Leistung bis zu 0,55 kW lassen sich mit den Printrelais sicher schalten. Des Weiteren können die Relais der Serie 45 auch in Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Wäschetrocknern zum Einsatz kommen. Je nach Variante arbeiten die Relais bei Umgebungstemperaturen bis +125 °C. Neben der Ausführung für die direkte Leiterplattenmontage bietet Finder auch Steckverbinder-Varianten mit Faston-250-Kontakten an.

Für eine hohe Packungsdichte

Oftmals ist Bauraum ein kritischer Faktor und der Platz für die Steuerungstechnik begrenzt. Sitzt beispielsweise die komplette Automatisierungstechnik in einem kleinen Gehäuse, so muss auch die Leiterplatte entsprechend kompakt ausfallen. Für solche Anwendungen bietet Finder die Printrelais der Serie 34 an, die lediglich 5 mm breit sind. Diese sind nicht nur als typische Printrelais für die Leiterplatte verfügbar, es sind zusätzlich auch Fassungen für die DIN-Tragschienenmontage erhältlich. Dabei kann der Anwender zwischen Schraub-, Zugfeder- oder Push-in-Kontaktierung wählen. Die Printrelais für die Tragschienenmontage lassen sich dazu einfach in die entsprechende Fassung einstecken. Ein Halte- und Demontage-Hebel erleichtert die Handhabung. Typische Anwendungen für diese Art von Relais finden sich überall dort, wo kompakte Automatisierungslösungen gefragt sind.

Weil die Schaltspielzahl der Relais sehr hoch ist, setzt man die kompakten Printrelais auch in Anwendungen ein, bei denen die Verbraucher relativ häufig geschaltet werden müssen. Beispiele hierfür sind Heizgeräte oder Heizregler sowie Anlagen, in denen Magnetventile geschaltet werden. Die Relais sind nach Angaben von Finder unempfindlich gegenüber Vibrationen und Schockbelastungen und weisen kaum Kontaktprellen auf.

Für Gleichspannung

Das Schalten von Gleichspannung stellt im Vergleich zu Wechselspannung besondere Anforderungen an die verwendete Relais-Technik. Gerade durch den starken Ausbau von Photovoltaikanlagen im Rahmen der Energiewende besteht hier ein sehr großer Bedarf. Des Weiteren arbeiten auch Ladesysteme für Akkus oder Schweißgeräte mit Gleichspannung. Finder bietet für Gleichspannungsanwendungen die Relais der Serie 67 an, die zum Beispiel in Solarwechselrichtern verbaut sind. Diese Printrelais haben entweder zwei oder drei Schließer (Brückenkontakte) mit jeweils einem Kontaktöffnungsweg von ≥3 mm oder ≥5,2 mm. Der maximal zulässige Dauerstrom beträgt 50 A pro Kontakt bei einer Nennspannung von 400 V AC. Die Relais können mit allen gängigen Nennspannungen von 5 V bis 110 V DC angesteuert werden. Und dies erfolgt laut Herstellerangaben besonders energiesparend, denn die Nennleistung liegt je nach Typ bei 1,7 W oder 2,7 W; die Halteleistung beträgt nur 170 mW.

Normen und Zulassungen

Die Printrelais in den verschiedenen Ausführungen erfüllen nicht nur die Normen für den europäischen (IEC) und nordamerikanischen Markt (UL), sondern haben auch viele weitere länderspezifische Zulassungen wie IMQ für Italien oder EAC für den eurasischen Wirtschaftsraum. Damit eignen sich die Finder-Relais für alle Anwendungen, bei denen Relais direkt auf der Leiterplatte integriert werden müssen, nahezu unabhängig vom Einsatzort.