Der ix Industrial von Harting Die RJ45-Alternative in B-Kodierung

Mit dem ix Industrial bietet Harting eine kleine und robuste Schnittstelle für Industrial Ethernet.
Mit dem ix Industrial bietet Harting eine kleine und robuste Schnittstelle für Industrial Ethernet.

Für Anwendungsfälle von Cat6A Industrial Ethernet bietet Harting Anwendern den ix Industrial in A-Kodierung. Seit diesem Jahr gibt es die Schnittstelle auch in zehnpoliger Signalausführung – ix Industrial Signal in B-Kodierung.

Bei der Typ-B-Version des ix Industrial mit zehn Kontakten für Signale und serielle Bussysteme verwendet Harting alle zehn Kontakte für die Signalübertragung – nicht als Schirmungselement von getrennten Kontaktpaaren wie bei der Gigabit-Variante. Rein äußerlich ist die neue B-Kodierung kaum von der Gigabit-Variante zu unterscheiden. Lediglich das Steckgesicht verrät den Unterschied der Anwendungsbestimmung im Einsatz. Durch die verschiedenen Kodierungen ist zudem ausgeschlossen, dass versehentlich eine Ethernet-Schnittstelle mit einem Signal-Interface verbunden wird und so Fehlfunktionen entstehen.

Die sonstigen Vorteile bleiben gleich. Minimale Baugröße und Form sind identisch und auf Buchsenseite 70 % kleiner als bei einem herkömmlichen RJ45. So haben Gerätehersteller die Möglichkeit, ein Gerät kleiner auszulegen oder es bei gleicher Größe mit mehr Schnittstellen zu versehen. Diese Option kommt immer weiter steigenden Datenraten und breiterer Nutzung von Ethernet nach. Um die Schnittstelle für zukünftige industrielle Anwendungen zu rüsten, war es jedoch nicht nur notwendig, den Bauraum zu verringern, sondern auch gleichzeitig die Stabilität zu steigern. Mit der ix-Schnittstelle will Harting einen zukünftigen Standard schaffen, der die RJ45-Lösungen mit Kunststoff-Verrastungshebeln ersetzen kann. Die notwendige Stabilität sollen die fünf THR-Pins der Buchse in der Leiterplatte und Metallhaken im Stecker gewährleisten. Eine fest mit dem Steckverbindergehäuse verbaute Kabelklemmung sorgt für die entsprechende Zugentlastung der Verbindung. Eine akustische Rückmeldung der sicheren Verriegelung durch ein Click steigert die Benutzerfreundlichkeit.

Um die Konfektion der Steckverbinder zu vereinfachen, soll es beide ix-Industrial-Varianten zukünftig auch als IDC- (Insulation Displacement Contact) Variante geben. Diese vereinfacht und beschleunigt den Anschluss im Gegensatz zur fest verlöteten Variante und erspart dem Anwender den Lötprozess. Beide Varianten sind als fertige Kabelkonfektion verfügbar, je nach Kodierung und Einsatzzweck, auch in Verbindung mit bekannten Schnittstellen. Die A-Kodierung kann als fertige Konfektion klassisch mit einem RJ45-Gegenpart gewählt werden, die B-Kodierung mit einem D-Sub-Steckgesicht. Auf Wunsch sind auch andere Kombinationen möglich.

Die Typ-B-Kodierung ist nach IEC 61076-3-124 genormt und damit robust gegenüber Schock und Vibration.