Modulares Bedienkonzept von Schlegel Bis zu 128 Befehlsgeräte in einem System

Das busspezifische Basismodul lässt sich mit bis zu 15 busunabhängigen I/O-Ergänzungsmodulen erweitern.
Das busspezifische Basismodul lässt sich mit bis zu 15 busunabhängigen I/O-Ergänzungsmodulen erweitern.

Schlegel Elektrokontakt hat ein modulares Bedienkonzept für Busanwendungen entwickelt, das eine schnelle, flexible und verkabelungsarme Bestückung von Bedientableaus, Maschinen oder Anlagen mit Befehlsgeräten ermöglicht.

Das Bedienkonzept besteht aus einem busspezifischen Basismodul, das mit bis zu 15 busunabhängigen I/O-Ergänzungsmodulen erweitert werden kann. Jedes Modul ist mit acht beleuchtbaren Kontaktgebern bestückt. Insgesamt lassen sich somit bis zu 128 Befehlsstellen mit 128 Meldeleuchten einbinden. Soweit möglich greift Schlegel auf standardisierte Module in einem festen Raster zurück. Falls erforderlich, kann das System um kundenspezifisch gefertigte Module ergänzt werden. Das modulare Bedienkonzept ist für die Bussysteme AS-Interface, CANopen, Profibus, EtherCAT, Profinet I/O und EtherNet/IP erhältlich.

Den Vorteil des modularen Bedienkonzepts sieht Schlegel in der Verbindung mehrerer Erweiterungsmodule über ein Basismodul, was Kosten spare. Lediglich das Basismodul verfügt über den bustypischen Anschluss sowie den Busknoten zur Kommunikation mit dem entsprechenden Bussystem. Damit ist das Basismodul das aufwändigste Modul der Gesamtlösung. Die Erweiterungsmodule werden über eine Kabelverbindung mit dem Basismodul verbunden, das dann mit allen angeschlossenen Befehlsstellen kommuniziert. Die sonst übliche Verkabelung der Befehlsstellen entfällt.

Wenn sich die Anforderungen ändern und weitere Betätiger nötig sind, lässt sich das Bedienkonzept jederzeit erweitern, bis die maximale Anzahl von Erweiterungsmodulen erreicht ist. Auch der Wechsel auf ein anderes Bussystem ist schnell möglich. Hierfür ist lediglich das Basismodul durch ein für das neue Bussystem passendes auszutauschen; die restliche Installation bleibt unberührt. Durch die Standardisierung ermöglicht das modulare Bedienkonzept laut Schlegel kostenoptimierte Lösungen bereits ab 10 bis 20 Einheiten, was besonders für den Sondermaschinenbau mit kleinen Stückzahlen interessant sei.

»Unser Grundgedanke war, ein Bedienkonzept zu entwickeln, mit dem wir von Low-Cost bis High-End Bedieneinheiten flexibel erstellen können«, erläutert Schlegel-Vertriebsleiter Wolfgang Zoll. »Soweit ich weiß, ist derzeit kein vergleichbares Konzept auf dem Markt.« Jedes Modul ist mit acht Eingängen auf Kontaktgeber mit Sprungfunktion und acht Ausgängen auf festbestückte LEDs bzw. alternativ auf steckbare Leuchtdioden ausgestattet. Je nach Anwendung sind maximal 64 I/O (Tableaubau) oder 128 I/O (Anlagenbau) realisierbar. Trotz der hohen Standardisierung erlaubt das modulare Bedienkonzept die Anpassung an individuelle Kundenwünsche. Lässt sich die Design-Vorstellung des Kunden nicht mit den Standardmodulen umsetzen, greift Schlegel bei kundenspezifischen Designs auf Teilmodule des modularen Konzepts zurück und passt die Trägerkarte mit den Befehlsstellen (Platine mit den einzelnen Kontaktgebern) an das gewünschte Design an. »Die Kombination von Standard- und Individualmodulen führt auch hier zu einer kostengünstigeren Lösung, als es bei komplett individueller Konzeption der Fall wäre«, verdeutlicht Zoll.