Halbleiter-Relais Bei diesem Kfz-Relais löst sich die Einbau-Frage von selbst!

Relais mit bidirektionalem Ein- und Ausgang
Relais mit bidirektionalem Ein- und Ausgang

Carsig hat ein Halbleiterrelais für Automobilanwendungen entwickelt, bei dem die Ansteuerung und der Ausgang verpolbar sind. Das hat den Vorteil, dass man beim Einbau nicht wissen muss, wo sich der Plus- bzw. Minus-Pol befindet.

Zum Aktivieren von Zusatzscheinwerfern oder zum Ansteuern von Fensterhebern, Motoren oder der Heckscheibenheizung ist in Fahrzeugen eine Vielzahl an elektromechanischen Relais verbaut. Elektromechanik hat jedoch den Nachteil, dass sich die Kontakte abnutzen und dass dadurch die Lebensdauer begrenzt ist. Auch schlägt beim Einsatz von mehreren Relais der Energieverbrauch zu Buche, was zu Wärmeentwicklung in den Verteilersystemen führt. Der Austausch eines solchen Schalters durch ein elektronisches Halbleiterrelais gestaltet sich in der Praxis jedoch oft aufwändig, da ohne Schaltplan in den meisten Fällen nicht ersichtlich ist, wie das Relais in Bezug auf die Stromrichtung eingebaut werden muss.

Um genau dieses Problem zu lösen, hat Carsig ein neues Solid-State-Relais (SSR) entwickelt, das den Ein- und Ausgang bidirektional einschalten bzw. ausschalten kann. Anwender können damit ungeachtet der genauen Anordnung der Plus- bzw. Minuspole ein anderes Relais ersetzen.

Im Fokus von Carsig steht die Entwicklung sowie Fertigung von Elektroniksystemen für spezielle Anwendungen im Automobilbereich. Zum Kundenkreis gehören vor allem Aus- und Umrüster von Nutz- und Sonderfahrzeugen. Zu sehen ist die neue Relais-Serie daher auch erstmals auf der bauma in München, die vom 8. bis 14. April stattfinden wird.

Thomas Kliem, Gründer und Geschäftsführer von Carsig, erläutert: »Unsere neuen Halbleiter-Relais sind universal einsatzbar, was im Automobilbereich bisher einzigartig ist.« Bei herkömmlichen Relais mit Freilaufdiode muss immer ein elektrisches Potenzial festgelegt sein, was bei Relais ohne Diode oftmals nicht eingehalten wird. Plusspannung und Ausgang des Stroms sind also üblicherweise bereits im Voraus klar definiert. Soll ein handelsübliches Relais durch ein moderneres Modell ersetzt werden, wurden bisher zum Beispiel Informationen zur vorgegebenen Stromrichtung und zur Anordnung von Plus- und Minus-Polen benötigt. Mitunter kann es aber aufwändig sein, diese Informationen aufzutreiben.

Die Folge: »Der Endkunde oder der Einkauf müssen warten und können in der entsprechenden Zeitspanne nicht einfach das alte Relais herausnehmen und durch ein neues ersetzen«, führt Thomas Kliem weiter aus. Andernfalls bestehe das Risiko, durch einen falsch gelegten Ausgang einen Kurzschluss mit möglicherweise irreparablen Systemschäden zu verursachen.

Mit der Produktentwicklung zielt Carsig aber nicht nur auf nachträgliche Umrüstungen ab. Die Firma unterstützt zudem die Automobilhersteller dabei, das Relais bereits in der Entwicklung der Serie frühzeitig einzuplanen und in den Schaltplan zu integrieren.