Europäische Halbleiterdistribution im dritten Quartal »Zurück zur Normalität«

»Der Rückgang im Sommerquartal zeigt, dass der überhitzte Markt zur Normalität zurückkehrt«, kommentiert Georg Steinberger, Vorsitzender der DMASS, die Quartalsbilanz.

Mit einem Minus von 4,4 Prozent im Vorjahresvergleich schloss die europäische Halbleiterdistribution das dritte Quartal ab. Damit beläuft sich der DMASS-Umsatz in Q3 auf 1,5 Mrd. Euro. Schlecht sieht die bisherige Bilanz der DMASS trotzdem nicht aus: Von Januar bis September verbuchte die DMASS im Vorjahresvergleich eine Umsatzsteigerung von 13,2 Prozent auf 5,02 Mrd. Euro.

»Der Rückgang im Sommerquartal zeigt, dass der überhitzte Markt zur Normalität zurückkehrt«, kommentiert Georg Steinberger, Vorsitzender der DMASS, die Quartalsbilanz. Die Messlatte aus 2010 und dem Rekordquartal 1/2011 liegt sehr hoch, dementsprechend groß ist die Herausforderung für die Branche. Erst die nächsten Quartale werden allerdings genauer zeigen, ob es sich beim aktuellen Rückgang lediglich um eine kurzfristige Bestandskorrektur handelt.

Ein Blick in die einzelnen Regionen

Osteuropa legte als einzige Region weiterhin zu und zwar um 15,5 Prozent auf 225 Mio. Euro. Deutschland schlägt sich mit einem Minus von nur 3,7 Prozent auf 531 Mio Euro. Wacker, ebenso Frankreich (- 5,2 Prozent auf 104 Million Euro). Die Umsätze in UK & Ireland gingen um 7,5 Prozent zurück auf 128 Mio Euro und Italien um 11,1 Prozent auf 136 Mio. Euro, in Nordic um 7,5 Prozent und in Österreich sogar um 19,1 Prozent.

Der Erfolg von Osteuropa fußt vor allem auf seiner Rolle als Low-Cost-Fertigungsstandort. Interessanterweise, so Steinberger, spielen auch die baltischen Staaten eine wachsende Rolle bei der Fertigungsverlagerung aus Skandinavien.