DMASS meldet Starkes Jahr für die Halbleiter

Ein Plus von 10,3 Prozent konnten die im DMASS Verband zusammengeschlossenen Distributoren und Hersteller von Halbleitern im Jahres-Quartalsvergleich von Q4/2013 auf Q4/2014 verbuchen. Und auch insgesamt glänzte das vergangene Jahr.

Die Umsätze für das 4. Quartal stiegen auf 1,57 Mrd. Euro. Das Jahr 2014 zeigte sich insgesamt erfreulich und schloss mit einem Umsatz von 6,34 Mrd. Euro ab. Das sind 7,7 %  mehr als 2013 und nahe am Rekordjahr 2011.  

Georg Steinberger, Chairman der DMASS, kommentiert das Ergebnis folgendermaßen: “Es ist immer gut, wenn die Vorhersagen von der Realität geschlagen werden. Die DMASS Mitglieder konnten sich gut in einem geschäftigen Jahr behaupten und ihre regionalen Stärken unter Beweis stellen.“ Das Jahr 2014 zeigte gesundes Wachstum über fast alle Regionen und Produktbereiche.

Regional betrachtet setzte Osteureopa starke Akzente, daneben auch Österreich, die iberische Halbinsel, UK und Israel, die alle über dem DMASS Durchschnitt zulegen konnten.  Leicht rückläufig waren Belgien, Norwegen, Schweden und Russland. Letzteres ist wohl auf die Sanktionen durch die EU zurückzuführen.  Die Hauptregionen im Detail: Deutschland wuchs um 8,5% auf 474 Millionen Euro, Osteuropa um satte 23,7 Prozent auf 192 Millionen Euro, Nordic um 6, 8 Prozent auf 161 Millionen Euro, Italien um 6,7 Prozent auf  139 Millionen Euro, UK & Irland um 12,3% auf 135 Millionen Euro und Frankreich um 6,5% auf 122 Millionen Euro. Auf Jahresbasis gesehen bleibt Deutschland der größte Markt mit über 2 Mrd. Euro Umsatz, was einem Anteil von 32% der DMASS Unternehmen entspricht.

Die Halbleiterdistribution hat sich also erfolgreich gegen makroökonomische Einflüsse gestellt. Nach Ansicht von Georg Steinberger ist das ein Ausdruck dessen, dass die Dynamik der Märkte mehr durch Innovation getrieben wird als durch makroökonomische Effekte. Kritisch beurteilt Steinberger allerdings die Währungskurseffekte, v. a. des Dollars vs. Euros.  

Produktseitig betrachtet ist die Gesamtschau aus Jahressicht ebenfalls erfreulich. Lediglich Memories (fast stagnierende) programmierbare Logik (-3.1% auf 484 Millionen Euro) und andere Logikbausteine (-5.9% auf 303 Millionen Euro) schnitten unterdurchschnittlich ab. Positiv entwickelten sich Diskrete Bauteile (+ 17,2 % auf 363 Millionen Euro), Power (+  10.5% auf 639 Millionen Euro), Sensoren (+ 9.7%  auf 137 Million Euro), Optoelektronik  (13,4% plus auf 644 Millionen Euro),  Analogbausteine (+  9.9 % auf 1,8 Mrd. Euro) und MOS Mikro (plus 8.5 % auf 1,3 Mrd. Euro). Wachstumstreiber aktuell sind RF, MOSFETs, LEDs, NAND-Flash-Memories und 32-Bit Mikrocontroller. Laut Georg Steinberger stellt dieses Ergebnis einmal mehr unter Beweis, dass die Distribution zum Kompetenzträger und Nachfragegenerator für komplexe Technologien geworden ist: Zweistelliges Wachstum ist insbesondere dort festzustellen, wo System – und Software-Experise sowie Engineering Support gefordert sind.