Global präsent Rutroniks Expansion in die USA

Rutronik-Präsenz 
jetzt auch in Cleveland/Ohio
Rutronik-Präsenz jetzt auch in Cleveland/Ohio

Mit der Gründung der amerikanischen Tochtergesellschaft Rutronik Inc. und der Niederlassung in Cleveland/Ohio hat Rutronik den letzten Schritt zur vollständigen globalen Präsenz unternommen.

Von Cleveland aus betreuen seitdem die technisch ausgerichteten Vertriebsmit-arbeiter und Produktmanager die Kunden. 

Sie werden unterstützt von Field Sales Engineers, die in den Hauptmärkten über die ganzen USA verteilt positioniert sind. »Nach und nach werden wir die Mannschaft weiter
aufstocken, vor allem um Field Application Engineers und Produktmarketing. Wir fokussieren uns stark auf die technische Ausrichtung und Unterstützung vor Ort«, berichtet CEO Thomas Rudel. Hier sieht Rutronik eine große Nachfrage, die aktuell nicht ausreichend beantwortet wird. 

Rudel erklärt: »Einige Distributoren haben vor allem ihren Support im Internet ausgebaut, doch wir glauben, dass die Designunterstützung mit einem lokalen Ansprechpartner nach wie vor sehr wichtig ist – gerade im Hinblick auf viele neue Technologien, durch die ganz neue Produkte und Märkte entstehen. Wir wissen auch, dass Sales Representatives immer wieder Schwierigkeiten hatten, einen Ingenieur zu erreichen. Hier setzen wir an.« Die Sales Representatives fungieren in den USA als Bindeglied zwischen dem Distributor und seinen Kunden. Sie vertreten mehrere Kunden und verbinden in der Regel  technisches und Applikations-Know-how mit fundierten Markt- und Kundenkenntnissen. 

Für einen Start in Amerika gerade zu diesem Zeitpunkt sprach laut Rudel unter anderem der Aufschwung in den Märkten Automo-tive und Industrie – »das sind genau unsere langjährigen Fokusmärkte«. Derzeit wird ein großer Teil der Fertigung aus Asien wieder nach Amerika oder Mexiko zurückgeholt. Dabei finden die Designs meist in den USA statt, die Fertigung ist in der Regel in Mexiko angesiedelt. Doch Mexiko ist bei weitem nicht nur Werkbank der USA. Vor allem der E-Metering-Markt ist in Mexiko sehr innovativ und verzeichnet ein enormes Wachstum mit einem jährlichen Plus des TAM von rund 20 Prozent.

In Mexiko ist Rutronik bereits seit dem Jahr 2008 mit einer Niederlassung in Querétaro vertreten. »Anfangs ging es dabei vor allem um die Belieferung, doch der Standort ist schnell gewachsen, und wir haben ihn mit zusätzlichen Field Sales Engineers als vollständigen Standort ausgebaut«, berichtet Rudel.

Zur Kundenbasis in Nordamerika zählen bislang vor allem global agierende Unternehmen sowie nordamerikanische Firmen mit dezentralen Entwicklungs- und Beschaffungsprozessen, die der Distributor bereits in Europa und Asien unterstützt. Im zweiten Schritt sollen Neukunden mit Entwicklung und Zielmarkt in Amerika und Produktion in Mexiko gewonnen werden. »Dabei stellen wir nicht nur den Transfer zwischen Amerika und Europa sicher, sondern wir können genauso amerikanische Designs, die in Asien gefertigt werden, durchgehend unterstützen«, so Rudel. Dabei setzt Rutronik auf seine zentralisierte Struktur, die eine weltweit einheitliche und durchgängige Unterstützung und Belieferung ermöglicht. »Hinzu kommt unsere umfassende Produktpalette mit Aktiv, Passiv und Elektromechanik – das bietet so keiner unserer Mitbewerber!« Sie umfasst für die USA zwar noch nicht alle Linien, soll jedoch sukzessive weltweit vereinheitlicht werden. Systemkunden erhalten bereits jetzt alle Komponenten weltweit. 

Die Belieferung der Kunden erfolgt Stand heute noch über das Rutronik-Zentrallager in Eisingen oder über den Logistik-Hub in Hongkong. Doch mittelfristig soll es ein eigenes Lager in Amerika geben, um die dortigen Produktionsstätten mit kurzen Wegen schnell beliefern zu können. Auch weitere amerikanische Niederlassungen sind bereits 

in Planung, etwa in Dallas, San José und Boston. So verfolgt Rutronik seine Ziele, schneller zu wachsen als der Wettbewerb und den Umsatz in den kommenden sieben bis acht Jahren zu verdoppeln, ohne hierfür die Eigenkapitalquote anzugreifen. »Bis jetzt sind wir auf einem sehr guten Weg«, konstatiert Thomas Rudel.