Sieben Rekordjahre in Folge Rund 48 Prozent Wachstum in Deutschland

Der Erfolg von Mouser hat viele Gesichter: 
(v.l.n.r.) Marie Pierre-Ducharme, Supplier Marketing Manager, Graham Maggs, VP Marketing EMEA,
Mark Burr-Lonnon, Senior VP EMEA, und Claudia Bertacchini, Marketing EMEA.
Der Erfolg von Mouser hat viele Gesichter: (v.l.n.r.) Marie Pierre-Ducharme, Supplier Marketing Manager, Graham Maggs, VP Marketing EMEA, Mark Burr-Lonnon, Senior VP EMEA, und Claudia Bertacchini, Marketing EMEA.

Mit 41 Prozent Umsatzplus setzte Mouser im vergangenen Jahr erneut Akzente in der Region EMEA - Europa, Naher Osten und Afrika.

Der deutsche Markt konnte das EMEA-Ergebnis mit 47,9 Prozent sogar noch toppen. Das Erfolgsrezept bringt Mark Burr-Lonnon, Senior Vice President für EMEA von Mouser, kurz und bündig auf den Punkt: »We believe in inventory!« – Im Jahr 2012 belief sich der Wert des frei verfügbaren Lagerbestandes noch auf 200 Millionen US Dollar, 2017 waren es rund 500 Millionen US Dollar. »Wir wollen nicht das tiefste Portfolio haben, dafür aber stets die neuesten Produkte«, so Burr-Lonnon weiter. Mouser bezeichnet sich daher auch als NPI-Distributor (NPI: New Product Introduction).

Shoppen kann man bei Mouser derzeit auf 63 regionalen Webseiten in 17 Sprachen und bezahlen in 27 Währungen. 51 Prozent des Umsatzes generiert der Distributor online, 86 Prozent der Accounts kaufen – auch – online ein.
In Asien ist das Unternehmen im Vorjahresvergleich um über 30 Prozent gewachsen, während die Zahlen für Nord-, Mittel- und Südamerika bei 20 Prozent Plus liegen.

Mouser geht davon aus, dass sich die starken Zuwächse aus 2017 mindestens bis Mitte 2018 fortsetzen werden. »Der Markt brummt kräftigt und die Führungskräfte mehrerer Hersteller von Halbleiterbauelementen haben uns mitgeteilt, dass ihre Fertigungskapazitäten für die nächsten sechs Monate komplett ausgelastet sind – für die Distribution stehen also alle Zeichen auf Wachstum«, sagt Graham Maggs, Vice President Marketing von Mouser EMEA. Eine Gefahr für den Markt durch Doppel- oder Sicherheitsbestellungen, die zu einer „Blase“ führen könnten, sieht das Management von Mouser derzeit zumindest für sein Segment nicht. Diese Feststellung deckt sich auch mit den Aussagen anderer Online/Katalog-Distributoren.

Laut Maggs gibt es verschiedene Faktoren, die das Marktwachstum antreiben: der Umstieg auf hybride und rein elektrische Fahrzeuge plus der Automarkt im Allgemeinen, Industrie 4.0/Fabrikautomation und Remote Monitoring, mehr Wachstum bei Wearables, bei der Vernetzung des Autos und Smart Grid/Metering, die praktische Umsetzung von Technologien wie GaN, erhöhter Bedarf an Sicherheitstechnik, die Professional Maker-Arena und mobile Apps, die ganz neue Applikationen entstehen lassen. Mouser bedient alle Industriebranchen und unterstützt dort Entwicklungsvorhaben vom Konzept über erste Prototypen bis hin zur Kleinserie.

Um das eigene Wachstum zu unterstützen, hat Mouser die Phase 1 eines offensiven Expansionsplans abgeschlossen und seine Hauptzentrale und sein Vertriebszentrum in der Nähe von Dallas vergrößert und erweitert. »Wir investieren darüber hinaus in Personal in Europa, sowohl in München – Mousers Hauptniederlassung für Europa – als auch in UK. Wir brauchen vor Ort fähige und starke Teams in den Bereichen Logistik und Kundendienst«, erklärt Maggs. »Und wir entwickeln neue IT- und e-Commerce-Systeme in Großbritannien.«

In diesem Zusammenhang weist Maggs auch darauf hin, dass Mouser bereits jetzt DSGVO-konform arbeitet (DGSVO: Datenschutzgrundverordnung). »Wir legen strikt Wert darauf, dass wir die neuen EU-Gesetze bezüglich des digitalen Marketings einhalten. Wir binden eine Menge Mittel und Personal mit dem Aufbau von Kundendatenbanken, um ganz gezielt Informationen bereitzustellen, die für den Ingenieur bei der Entwicklung neuer Projekte nützlich sind, anstatt sie mit allgemeinen Massen-E-Mails zu bombardieren«, meint Maggs. »Wir möchten partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammenarbeiten und nicht ihre Posteingänge zuspammen. Daher begrüßen wir die neuen strengeren Datenschutzgesetze, auch wenn sie uns dazu zwingen, noch mehr darauf zu achten und daran zu arbeiten, ein Unternehmen mit einem verantwortungsvollen Marketing zu sein und zu bleiben.«