Fertigungs-Deal Raspberry Pi wird künftig auch in Großbritannien gefertigt

Bislang ließ Premier Farnell den in Großbritannien entwickelten Raspberry Pi in China fertigen. Künftig soll ein Teil auch in Europa, genauer im Sony UK Technology Centre (UKTec), gefertigt werden.

Dazu hat der Katalogdistributor Farnell, der zusammen mit RS das exklusive Vertriebsrecht für den Raspberry Pi hat, einen Multi-Millionen Deal mit Sony UK abgeschlossen. Das UKTec soll ab sofort mit der Produktion beginnen und im ersten Schritt 300.000 Exemplare fertigen. Die Nachfrage nach dem Single-Board-Computer im Scheckkartenformat ist ungebrochen: Der Raspberry Pi ist für etwa 30 bis 35 Dollar ohne Zubehör zu haben und hat damit in punkto Preis/Leistungs-Verhältnis die Nase vorn bei den SBCs.          

Der Pi wurde von de gemeinnützigen Raspberry Pi Foundation entwickelt und sorgte von Beginn an für einen wahren Hype. Er läuft unter Linux und wird von den Betriebssystemen Debian GNU/Linux, Fedora ARM, Arch Linux unterstützt. Betrieben wird er vom Broadcom BCM 2835 mit einem ARM1176JZF-S-Prozessor mit 700 MHz und Video-Core IV GPU. Er hat einen Arbeitsspeicher von 256 Megabyte, unterstützt HD-Video mit 1080 p Codier- und Decodierfähigkeit, alles bei sehr geringem Energieverbrauch. 

Sony UKTec will für die Produktion des Raspberry Pis 30 neue Mitarbeiter einstellen und außerdem neue Maschinen u. a. für den Reflow-Prozess anschaffen. Weiteres Equipment ist erforderlich, um in Package-on-Package (PoP)Technik, die der geringe Platz auf der nur scheckkartengroßen Platine des Pis erforderlich macht, fertigen zu können, so dass Prozessor und Speicher aufeinander »gestapelt« werden können.