Nach einem Plus von 200 Prozent in 2010 Mouser will 2011 den Europa-Umsatz verdoppeln

Mark Burr-Lonnon, Mouser: »Mit dem Erfolg des letzten Jahres im Rücken sind wir für 2011 sehr optimistisch«.
Mark Burr-Lonnon, Mouser: »Mit dem Erfolg des letzten Jahres im Rücken sind wir für 2011 sehr optimistisch«.

Mouser Electronics will 2011 sein Erfolgsgeschichte in Europa fortschreiben: Im letzten Jahr gelang dem Katalogdistributor eine Umsatzsteigerung von fast 200 Prozent. In diesem Jahr will Mouser noch einmal 100 Prozent drauflegen.

Die Zahlen für 2010 sind beeindrucken: Plus 72 Prozent Umsatzzuwachs, bei den Halbleitern sind es sogar 369 Prozent. Und damit soll das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein: »Wir wollen unseren Umsatz in Europa in diesem Jahr verdoppeln«, so das ehrgeizige Ziel von Mark Burr-Lonnon, Vice President für den Geschäftsbereich EMEA von Mouser. »Mit dem Erfolg des letzten Jahres im Rücken sind wir für 2011 sehr optimistisch«. Dazu hat Mouser das Angebot mit neuen Vertriebsvereinbarungen noch einmal erweitert: Ab sofort sind auch die  Analog-ICs von Maxim und die Produkte von Würth Elektronik weltweit über Mouser erhältlich. Außerdem will der Katalogdistributor das Netz seiner lokalen Kundenservicecenter in Europa weiter ausbauen, um die Kunden auch bei technischen Fragen möglichst in Landessprache zu unterstützen. Im Moment hat Mouser 14 weltweite Support-Standorte u. a. auch in den europäischen Zweigstellen in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien. In 16 Sprachen und Währungen kann der Kunde derzeit auf den Webseiten mouser.com und der Smart Phone Version MouserMobile einkaufen. Fast 8 Millionen Produkte und mehr als 1,8 Millionen Bauteile sind über Teilenummern direkt online bestellbar.

Ergänzt wird das online Angebot weiterhin durch den klassischen Druck-Katalog. In Europa liegt das Verhältnis laut Burr-Lonnon von online und »offline« Bestellungen - beispielsweise per Telefon – bei etwa 50:50. Was das Neukundengeschäft anbelangt, generiert Mouser aber bereits 75 Prozent über das Internet.

»Den Community-Gedanken betrachte ich mit Skepsis«

Auf den Internet Community Hype will Mouser nach Aussage von Burr-Lonnon anders als die meisten Katalogdistributoren nicht aufspringen. Burr-Lonnon sieht die wachsende Zahl der Entwickler-Communities im Internet mit Skepsis, denn er habe kein gutes Gefühl dabei, dass Entwicklungsingenieure ihr Wissen firmenübergreifend und weltweit teilen.
Und auch in punkto Logistik geht Mouser einen ganz eigenen Weg und setzt trotz Europa-Expansion auf die Strategie eines einzigen Zentrallagers am Hauptsitz in Texas. Von dort wird die Ware für Europa an einen Verteiler Hub in Paris geliefert, anschließend an die Bestimmungsländer verteilt. In Summe beträgt die Lieferzeit für Europa zwei Tage. Schneller geht es auch per Express nicht. Aber, so Burr-Lonnon, das sei kein gar kein Problem, denn die Kunden erwarten in den allermeisten Fällen keinen Overnight Express.