Vollautomatisches Optical Bonding Make or buy? – Bei MSC hat der Kunde die Wahl

Laufender Bondingprozess aus der Sicht des Operators
Laufender Bondingprozess aus der Sicht des Operators

MSC Technologies hat die Display-Fertigung in Stutensee weiter ausgebaut. Neben unterschiedlichen Display- und Touch-Technologien bietet das Unternehmen seit 2015 auch einen vollautomatischen Optical-Bonding-Prozess an.

"Optical Bonding ist mehr und mehr ein Feature, das Kunden haben wollen, und daher müssen wir diese Technologie anbieten, für die eigenen Produkte und für Kundenprojekte", erklärt Klaus Hagenacker, Geschäftsführer Display Solutions von MSC Technologies. 2015 hat MSC am Standort Stutensee ein vollautomatisches Optical-Bonding-System in Betrieb genommen. "Damit können wir im eigenen Hause vielfältige Kombinationen aus Display-Touch und Cover-Gläsern entwickeln und fertigen. Wir sind damit in der Lage, unseren Kunden ein komplettes System zu liefern", unterstreicht Hagenacker. Damit steigt MSC einen Schritt tiefer in die Wertschöpfungskette ein - der Kunde bekommt die komplette Display-Fertigung aus einer Hand: Das Anzeigesystem kann direkt zum Kunden oder zur Weiterverarbeitung zur MSC-Produktionsstätte nach Freiburg geschickt werden, wo es dann zusammen mit anderen Bauteilen zu einem kompletten Produkt verbaut wird.

Für die komplette Bonding-Infrastruktur hat MSC im siebenstelligen Bereich investiert. Ein Invest, das sich lohnt, ist Hagenacker überzeugt. "Wir sind sehr stark Design-in-orientiert, und Touch-Gläser werden bei Display-Systemen immer mehr Obligo", ergänzt Roland Federle, Marketing Manager von MSC Technologies. Zwar konnte MSC das Display-Bonden auch bisher schon über Dienstleister in Asien und Europa anbieten, aber das hatte auch Nachteile, wie Federle schildert: "Die Touch-Fertigung in China ist ein enormer logistischer Aufwand und machte uns zeitlich sehr unflexibel. Jetzt können wir z.B. innerhalb von Tagen fertige Frontgläser mit Touchfolien an den Kunden liefern." Nicht nur die Flexibilität, auch die Qualitätskontrolle hat MSC nun voll in der Hand. Die Ware geht zu 100 Prozent optisch und funktionsgeprüft zum Kunden.

Gefertigt werden kann von etwa 3,5 Zoll, der kleinsten in der Industrie üblichen Diagonale, hin zu - derzeit - maximal 19 Zoll. Demnächst kommt für Touch-Systeme größer als 19" ein Laminierprozess zum Einsatz, bei dem die Touch-Folie mit Nanosilberstruktur auf das Cover-Glas geklebt wird.

 

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MSC Technologies

2015 hat MSC am Standort Stutensee ein vollautomatisches Optical-Bonding-System in Betrieb genommen.