Entwicklungsbeschleuniger von Future Electronics Future-Blox: Zwischen Evaluation-Board und Referenz-Design

Schneller entwickeln und dabei auch noch Kosten sparen - ein Widerspruch? Jedenfalls nicht, wenn es nach Future Electronics geht. Der Distributor hat mit seinem Blox-Board-Konzept eine modulare Entwicklungshilfe geschaffen, die nicht anwendungsspezifisch ausgelegt ist und daher für eine Vielzahl von Entwicklungsprojekten aus ganz unterschiedlichen Bereichen einsetzbar ist.

»Die auf Seiten der OEMs verbliebenen virtuellen Engineering Teams haben guten Ideen und spezifische Marktkenntnis, aber nicht selten Probleme bei der Implementierung neuer Produkte«, erklärt Colin Weaving, Technology Director von Future Electronics EMEA. Hilfestellungen sowohl für die Architektur als auch in der Fehlerbeseitigung sind laut Weaving also von Seiten der Entwickler sehr willkommen.  

Bereits vor fünf Jahren hat Future Electronics seine modulare, »stapelbare« Entwicklungsplattform Future-Blox auf den Markt gebracht und seither sukzessive um neue Bausteine ergänzt: Die jüngste Neuerung ist das Future-Blox LPCXpresso Adapter-Board. Es bietet eine neue Anschlussmöglichkeit des ARM-Cortex-Mikrocontroller-Boards von NXP an die Future-Entwicklungsplattform Crossbow.

Future-Blox ist eine Plattform, die aus einem Baseboard und verschiedensten austauschbaren Blox-Tochterplatinen besteht. Angesiedelt ist sie laut Weaving zwischen Evaluations-Board und Referenz-Design. Sie ermöglicht es, eine neue Entwicklungsaufgabe schnell auf ihre Machbarkeit hin zu evaluieren. »Als Experimentier-Engines bieten die Boards eine perfekte Plattform zur Entwicklung von Produktkonzepten, die die Unzulänglichkeiten von Machbarkeitsnachweisen in der frühen Entwicklungsphase reduzieren«, erklärt Weaving. Als Ergebnis profitiere der Kunde von einem schnelleren Produkt-Design besonders in der Anfangsphase eines neuen Entwicklungsprojektes. Die Blox-Boards bieten den Entwicklern einen Vorsprung durch die Zeitersparnis, nehmen ihnen aber natürlich nicht die komplette Arbeit ab. Das sei auch gar nicht erwünscht, so Weaving, denn schließlich wolle der OEM die Kontrolle über seine Entwicklung behalten.

Wie »funktioniert« die Plattform? Rund um einen Mikroprozessor oder FPGA lässt sich ein komplettes System aufbauen, das die Hardware-Konfiguration eines typischen Endprodukts simuliert, wie beispielsweise einer Motorsteuerung oder eines industriellen Netzwerkcontrollers. Zum Lieferumfang des Base-Boards gehört ein vorinstalliertes Betriebssystem und die Firmware. Zusätzlich gibt Future Electronics den Entwicklern freie Entwicklungsumgebungen von kommerziellen Anbietern an die Hand. Dateien im Gerber-Format stehen zu den Blox-Boards ebenfalls frei zur Verfügung. So kann gleich zum Projektbeginn Software entwickelt und damit der Produkteinführungszyklus verkürzt werden. Darüber hinaus beschleunigt die Verfügbarkeit von Code-Beispielen und das Board-Support-Paket den Entwicklungsprozess.