Glyn-Tools für den Vinculum-II von FTDI Einfacher Einstieg in USB für Embedded-Anwendungen: »fast auf Knopfdruck«

Peter Dörwald, Glyn: »Mit Parametrierungstools zu arbeiten, wie es das Hersteller-Board erfordert, erschien uns nicht der richtige Weg zu sein, denn das Board vom Hersteller muss erst einmal eingestellt werden.«
Peter Dörwald, Glyn: »Mit Parametrierungstools zu arbeiten, wie es das Hersteller-Board erfordert, erschien uns nicht der richtige Weg zu sein, denn das Board vom Hersteller muss erst einmal eingestellt werden.«

Auch Embedded-Anwendungen setzen mittlerweile verstärkt auf USB. Eine einfache, aber leistungsfähige USB-Lösung bietet zum Beispiel der Hersteller FTDI mit dem USB-Controller Vinculum-II. Um für den Entwickler die Einstiegszeit in die Vinculum-II-Anwendung zu verkürzen und gleichzeitig die ganze Bandbreite des USB-Controllers aufzuzeigen, hat Glyn zusätzlich zu den Tools des Herstellers drei eigene Entwicklungshilfen konzipiert, die vor allem die einfache Anwendbarkeit in den Mittelpunkt stellen.

Denn, so Peter Dörwald, Field Application Engineer von Glyn: »Ein Entwickler muss ein einfaches Konzept vorliegen haben, das er schnell umsetzen kann.« Im Gespräch mit den Kunden erfährt der Distributor ganz konkret und aus erster Hand, welche Schwierigkeiten die Entwickler haben. Und dafür hat Glyn ein offenes Ohr, denn die technische Unterstützung der Kunden gehört für die Idsteiner zu den wichtigsten Differenzierungsmerkmalen. »Unsere Entwicklungstools entstehen nicht auf dem Papier, sondern unmittelbar aus den Anforderungen der Kunden heraus«, betont Dörwald. Und das gilt auch für die drei Tools, die Glyn eigens für den Vinculum-II entwickelt hat: ein Evaluationboard, das Glyn Grafikboard und das externe Programmiergerät für alle Vinculum-II im 32-, 48- und 64-Pin-LQFP-Gehäuse.

Mit der Entwicklung seines Boards EVBVNC2-64L war Glyn sogar schneller als der Hersteller. Zwar gibt es inzwischen auch vom Hersteller ein Evaluation-Board, aber das ist relativ komplex aufgebaut: »Mit Parametrierungstools zu arbeiten, wie es das Hersteller-Board erfordert, erschien uns nicht der richtige Weg zu sein, denn das Board vom Hersteller muss erst einmal eingestellt werden«, erklärt Dörwald. Geht die Einfachheit auf Kosten der Funktionalität? Das verneint Dörwald: »Der Hersteller ermöglicht auf seinem Board das Umschalten von verschiedenen Schnittstellen. Das ist eine erweiterte Funktion, aber eigentlich nicht Teil des Chips, und daher haben wir das nicht berücksichtigt. Wir zeigen nur den eigentlichen Chip, den der Entwickler benutzen soll, und da sind alle Funktionen vorhanden.«  Der Vinculum-II-USB-Controller hat ein eigenes Betriebssystem, seine I/O-Pins sind frei konfigurier- und  und programmierbar. Als Ressourcen stehen GPIO, PWM, SPI UART, FIFO-Interface und General Purpose Timer zur freien Verfügung. Bei vielen Anwendungen kommt er sogar ohne zusätzlichen Mikrocontroller aus.

Das Glyn-Starterkit EVBVNC2-64L besteht aus einer Kombination des VNC2-Debug-Interface mit einem 64-poligen und DIL-steckbaren Evaluationboard. »Man kann es als Stand-alone Board benutzen oder einfach in die Applikation integrieren«, so Dörwald. Das Debug-Interface kann abgetrennt werden und steht dann auch für weitere VNC2-Anwendungen zur Verfügung.

Die Spannungsversorgung erfolgt über die USB-B-Mini-Buchse oder über das optionale TTL-232R-3V3 Kabel. Alle FTDI-Demo-Programme sind direkt lauffähig und können »debugged« werden. Ein TTL-232R-3V3 Kabel von FTDI ist direkt aufsteckbar und ermöglicht den Zugang zur UART des VNC2. Darüber lässt sich der VNC2 mit der »FT-Prog« Software auch flashen. Das Evaluationboard ist nach Anschluss an der USB-B Mini Buchse direkt lauffähig und benötigt keine externe Beschaltung. »Deshalb verwenden wir es auch in unseren Workshops zum Thema USB mit FTDI als Schulungsboard«, erklärt Dörwald.