Zugangsregulierung in Coronazeiten Digitaler Pförtner für Conrad-Filiale

Die Conrad-Filiale in Berlin erprobt einen digitalen Pförtner: Er soll dafür sorgen, dass die Personenzahl im Laden sicher begrenzt wird - und das DSGVO-konform.

Conrad Connect, die IoT-Projektplattformen für Privat- und Geschäftskunden in Europa, und Smart City Solutions, ein IoT-Start-up aus Karlsruhe, haben gemeinsam den digitalen Pförtner entwickelt. Über Sensoren an den Ein- und Ausgängen misst er präzise in Echtzeit, wie viele Personen sich im Geschäft gerade aufhalten. Und verwehrt, wenn nötig, den Einlass.

Pilot-Pförtner bei Conrad in Berlin Schöneberg

Als erster Einzelhändler testet Conrad Electronic in Berlin-Schöneberg das System seit dem 4. Mai. Mit der innovativen Lösung untermauert der Omnichannel-Händler einmal mehr seinen Ruf als Technikpionier und Trendsetter in Sachen Digitalisierung, Automatisierung und Prozessoptimierung: „Mit dem digitalen Pförtner können wir ganz einfach die behördlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen einhalten und sind im Hinblick auf die aktuelle Kundenzahl jederzeit schnell und umfassend informiert. Auch bei den Kunden kommt die digitale Ampel gut an: Gerade als Anbieter fortschrittlicher Technik wollen wir der Corona-Krise mit einer flexiblen, digitalen Lösung statt einem Wachdienst begegnen“, sagt Jochen Mädler, Filialleiter von Conrad Electronic in Berlin Schöneberg.

Ohne Kamera, anonymisiert und DSGVO-konform

Die Technik von Conrad Connect und Smart City Solutions kommt ohne Kameras aus. Geschäfte können so die gesetzlichen Vorgaben einhalten und garantieren den vollständigen Datenschutz. „Das Schöne an der digitalen Pförtner-Lösung ist, dass Sensoren und die Conrad Connect-Plattform sichere Reports und Audits liefern. Wenn die Ordnungsämter die Einzelhandelsgeschäfte kontrollieren, können sie auf diese Daten zugreifen. Wichtig: Diese Daten sind anonymisiert und DSGVO-konform,“ erklärt Andreas Bös, Vice President bei Conrad Connect.

So funktioniert der digitale Pförtner

Der digitale Pförtner basiert auf einem Sensor, der ein- und ausgehenden Personen zählt und einem Empfänger für den Betrieb im LoRaWAN-Netzwerk. LoRA steht für „Long Range”, also Verbindungen über weite Strecken. LoRaWAN erreicht damit auch Standorte, die per Mobilfunk nicht erreichbar sind. Die auf Radartechnik basierenden Sensoren messen die Personenbewegung und senden die Daten verschlüsselt an die Conrad Connect-Plattform. Diese wertet die Daten aus und visualisiert sie.

„Der digitale Pförtner steuert die Kundenströme automatisiert und informiert elektronisch über die Auslastung. Die Kunden sehen es am Eingang auf einem großen Bildschirm. Die Mitarbeiter können die Kundenströme wiederum in ihrem Conrad Connect-Dashboard sehen und sich beispielsweise über Push-Nachrichten auf ihrem Tablet informieren lassen. So können Händler ihre Mitarbeiter da einsetzen, wo sie gebraucht werden – an der Kasse, im Lager oder um Kunden zu beraten. Denn wenn sie zusätzliches Wachpersonal einsetzen müssen, kostet das und eine Strichliste ist nie hundertprozentig genau”, meint Andreas Bös weiter.